Buchwald angeblich Favorit für Sportdirektor-Posten
München (dpa) - 20.11.2005, 13:52 Uhr
Guido Buchwald (l) gibt im November 2004 in Japan Autogramme.
Ex-Nationalspieler Guido Buchwald ist angeblich bei der vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) geplanten Verpflichtung eines Sportdirektors in die Favoritenrolle gerückt. Das berichtete die «Bild am Sonntag», die ihre Informationen allerdings nicht mit einer entsprechenden Bestätigung seitens des DFB untermauern konnte. «Es werden keine Namen kommentiert», sagte Mediendirektor Harald Stenger auf Anfrage zu dem Zeitungsbericht. Buchwald wurde schon im Sommer als ein Kandidat für die neue Position gehandelt, die der Verband spätestens nach der WM 2006 besetzen will. Der 44-Jährige, der 1990 gemeinsam mit Bundestrainer Jürgen Klinsmann in Italien Weltmeister wurde, ist derzeit Trainer in Japan bei den Urawa Red Diamonds. Er würde ins Anforderungsprofil des Verbandes durchaus passen, zudem spräche für Buchwald sein gutes Verhältnis zu Klinsmann.
Weiterhin im Gespräch ist aber auch der derzeit arbeitslose Bundesliga-Trainer Matthias Sammer. Der Trainerstab um Klinsmann hat mit dem Ex-Nationalspieler bereits «ein informelles Gespräch» geführt, wie DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder bestätigt hatte. Sammer deutete im Deutschen Sportfernsehen (DSF) durchaus Interesse an der Aufgabe an, obwohl er sich weiterhin «eher als Trainer» sieht. «Das müsste man diskutieren», sagte Sammer, dem es dabei nicht um «einen schönen Titel» ginge, sondern um die Aufgabe: «Welche Inhalte und konkreten Ziele kann man damit verbinden?», fragt sich Sammer. Der DFB sieht sich in der Sportdirektor-Frage allerdings nicht unter Zeitdruck. «Wir stellen das zurück, bis die WM vorbei ist», hatte Mayer-Vorfelder erklärt. Der Sportdirektor soll nach Verbandsangaben Chef der Nachwuchsförderung und der Vorgesetzte des Trainerstabes in diesem Bereich sein. Hinzu kommt die Aus- und Weiterbildung der Trainer. Eine Mannschaft im Junioren- und Jugendbereich soll er nicht betreuen, aber im Notfall als Trainer der A-Nationalmannschaft einspringen können. Der Wunschkandidat von Klinsmann für den Posten, Ex-Bundestrainer Berti Vogts, war innerhalb des DFB nicht durchsetzbar.
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