Nur die deutsche Nationalmannschaft ist dabei als Kopf der Gruppe A bereits gesetzt und kann sich auf ihre Spiele in der Vorrunde in München (9. Juni), Dortmund (14. Juni) und Berlin (20. Juni) einrichten. Welche Gegner die Elf von Jürgen Klinsmann erwartet, bleibt aber spannend: «Wir haben keinen Einfluss und sollten uns überraschen lassen», sagte Nationalteamkapitän Michael Ballack. Um das Aufeinandertreffen der besten Mannschaften schon in der ersten Turnierphase zu verhindern, wird der Fußball-Weltverband FIFA drei Tage vor der Prozedur wie üblich die Nationen nach Leistungskriterien und geographischen Aspekten in vier Töpfe einteilen. Eine Ausnahme könnte allerdings auch Brasilien sein. Der Titelverteidiger gilt vorab als Kandidat für Platz eins in Gruppe F, als der er wie der Gastgeber seine Vorrundenspiele in den großen Stadien von Berlin, Dortmund und München bestreiten würde. Zu einem Duell mit der DFB-Elf käme es dann - Gruppensiege der Endspiel- Teilnehmer von 2002 vorausgesetzt - erst im Finale von Berlin. In den Lostöpfen tummeln sich neben Deutschland und Brasilien altbekannte WM-Teilnehmer wie die Ex-Weltmeister England, Frankreich, Italien und Argentinien. Von den ehemaligen Titelträgern verpasste nur Uruguay (1930/1950) die Qualifikation. Aber auch sechs Turnier- Neulinge sind vertreten. Afrika schickt in Ghana, Angola, Togo und Elfenbeinküste gleich vier Länder zu ihrer WM-Premiere. Die Ukraine und Trinidad/Tobago waren auch noch nie dabei. Serbien-Montenegro (früher Jugoslawien) und Tschechien (früher Tschechoslowakei/CSSR) waren mit ihren Vorgänger-Staaten dabei. Australien konnte sich zuletzt 1974 qualifizieren. Vor vier Jahren in Japan/Südkorea waren 20 der 32 Länder vertreten. Über die Los-Zeremonie hinaus soll der Abend Unterhaltung auf höchstem Niveau bieten. Der Zauberer Hans Klok präsentiert eine Illusions-Show. Die «Junge Deutsche Philharmonie» spielt mit den talentiertesten Musikhochschülern Deutschlands in den Trikots der teilnehmenden Nationen ein Orchester-Arrangement mit Werken von Bach, Mozart, Beethoven und Richard Strauss. Leipzig sei als Ort der WM-Auslosung ganz bewusst gewählt worden. «Leipzig gilt als Symbol. Wir sind ein anderes Deutschland als 1974. Damals war Leipzig eine Stadt im Ausland und die DDR-Mannschaft ein ausländisches Team», sagte Niersbach.
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