Dem türkischen Fußball-Verband droht nach dem Ausschreitungen im Anschluss an das WM-Qualifikationsspiel gegen die Schweiz der Ausschluss aus internationalen Wettbewerben.
«Das macht mich rasend», sagte Joseph Blatter, der Präsident des Fußball- Weltverbandes FIFA, in einem Gespräch mit dem Schweizer Rundfunk DRS. Blatter kündigte eine umfassende Untersuchung der Vorfälle an. Er könne sich mehrere Möglichkeiten als Folgen vorstellen, sagte der Schweizer, etwa auch den Ausschluss des türkischen Verbandes.
Nach dem WM-Qualifikationsspiel zwischen der Türkei und der Schweiz (4:2) war es im Stadion von Istanbul unmittelbar nach Spielschluss zu den Ausschreitungen gekommen. Mitglieder der Schweizer Nationalmannschaft seien von den Türken tätlich angegriffen worden, berichtete Medienchef Pierre Benoit. Türkische Spieler sollen nach Aussagen von Benoit die Schweizer in den Katakomben des Stadions weiter attackiert haben. Ersatzspieler Stéphane Grichting war nach einem Tritt in den Unterleib sogar ins Krankenhaus gebracht worden. Die Schweizer hatten sich nach dem 2:0-Erfolg im Hinspiel das WM-Ticket gesichert.
«Wir sind ausgeschieden, weil die Schweiz in beiden Spielen mit zwölf Mann spielen konnte. Sowohl Schiedsrichter Michel in Bern aus auch De Bleeckere hier in Istanbul waren Schweizer», sagte der türkische Trainer Fatih Terim.