Trotz Schulden: HSV will Personalkosten steigern
Hamburg (dpa) - 16.11.2005, 12:55 Uhr
Bernd Hoffmann will mit dem HSV hoch hinaus.
Trotz Schulden in zweistelliger Millionen-Höhe will Fußball-Bundesligist Hamburger SV seine Personalkosten weiter erhöhen. «Die effektiven Personalkosten für die Mannschaft betragen rund 26 Millionen Euro, rund zwei Millionen mehr als im Vorjahr. Wir müssen in der Lage sein, diese auf 40 Millionen zu steigern», sagte HSV-Vorstandschef Bernd Hoffmann in einem Interview mit «Sportbild». Er begründete den anvisierten Anstieg der Gehaltssumme mit Champions-League-Ambitionen des Clubs. Hoffmann bestätigte, dass Schulden in Höhe von 21,41 Millionen Euro nicht durch Gegenwerte gedeckt sind. Die Gesamtverbindlichkeiten des Bundesligisten liegen bei 95 Millionen Euro. «Da ist das Stadion drin, das wir abbezahlen müssen. Nur: In den Büchern steht die Arena mit einem Wert von 66 Millionen Euro - real sind es wahrscheinlich 100 Millionen Euro. Da haben wir stille Reserven», führte der Vorstandschef aus.
Um weitere Neuverpflichtungen nach Hamburg zu holen, sind laut Hoffmann dringend gute Resultate notwendig. «Investitionen, wie in den vergangenen zwei Jahren, wo wir zirka 20 Millionen Euro für Spieler ausgegeben haben, können wir ohne sportlichen Erfolg und daraus resultierenden Zusatzeinnahmen nicht wiederholen», sagte Hoffmann, der eine Verpflichtung des Stürmers Ivan Klasnic von Werder Bremen nicht ausschloss. «Klasnic würde uneingeschränkt in unser Anforderungsprofil passen. Ob er am Ende auf der Liste ist, wird sich zeigen.» Im Kampf um einen Spitzenplatz in der Bundesliga sieht Hoffmann den HSV finanziell weit hinter Bayern München. «Wir haben kein Festgeldkonto, und unsere Sponsoren-Erträge liegen zwei Stufen unter denen des FC Bayern», sagte er.
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