BVB treibt Pläne zur Umschuldung voran
Dortmund (dpa) - 15.11.2005, 13:26 Uhr
Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke auf der Pressekonferenz.
Borussia Dortmund treibt seine Pläne zur Umschuldung der Verbindlichkeiten in Höhe von 89 Millionen Euro voran. «Die Kostenseite sollte nach Möglichkeit restrukturiert werden. Wenn wir diese Option in unserer Unternehmenssituation nicht prüfen würden, wäre das fahrlässig», sagte Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer des börsennotierten Fußball-Unternehmens in einem Interview mit dem Magazin «Focus-Money». Ziel der Maßnahme ist es, die hohe Zahl von derzeit rund 70 Einzelgläubigern deutlich zu reduzieren. «Wenn wir die Verbindlichkeiten mit wenigen Hauptgläubigern zusammenschnüren und auf einen deutlich längeren Rückzahlungszeitraum verteilen, erhöht sich unser Bewegungsspielraum», sagte Watzke. Das könne dem Fußball-Bundesligisten zu mehr Flexibilität verhelfen. «Wenn wir einen Spieler verkaufen, bekommen nicht wir das Geld, sondern es fließt sofort an unsere Gläubiger weiter», klagte Watzke.
Laut Informationen des «Kicker» bahnt sich womöglich eine Zusammenarbeit mit der Investmentbank Morgan Stanley an. In Patrick Albert Lynch wurde ein Vertreter des Bankhauses als neues Aufsichtsratsmitglied vorgeschlagen. Auf der Aktionärsversammlung der GmbH & Co. KGaA am 22. November soll über diese Personalie entschieden werden. Teil der jüngsten Überlegungen zur Umschuldung ist der Rückkauf des Westfalenstadions. 51 Prozent der Arena, die vom 1. Dezember an «Signal Iduna Park» heißen wird, ist im Besitz der Commerzbank. Wie BVB-Präsident Reinhard Rauball unlängst bestätigte, hätte die Borussia in diesem Fall jährlich etwa sieben Millionen Euro mehr zur Verfügung.
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