JUBILÄUM: Der VfL Wolfsburg bestritt gegen den 1. FC Köln sein 50. Bundesligaspiel in der Volkswagen Arena. 28 davon haben die «Wölfe» gewonnen, 14 verloren. Die erste Begegnung im 30 000 Besucher fassenden Stadion fand am 15. Dezember 2002 gegen den VfB Stuttgart statt. Seither sahen insgesamt 1 150 802 Zuschauer die Heimspiele des VfL. Das sind über 23 000 pro Spiel. FRUSTFEIER: Nationalspieler Mike Hanke wird seinen 22. Geburtstag zumindest sportlich in nicht eben angenehmer Erinnerung behalten. Der Angreifer vergab für den VfL Wolfsburg in der Partie gegen den 1. FC Köln nach 63 Minuten die Großchance zum vorentscheidenden 2:0 und wurde nach 71 Minuten ausgewechselt. BENEFIZSPIEL: Nur 18 Stunden nach dem 3:0-Sieg über den 1. FC Kaiserslautern standen die Profis von Hertha BSC für einen guten Zweck wieder auf dem Platz. Unter dem Motto «Gemeinsam gegen Gewalt» trat der Bundesligist gegen den alten Rivalen und jetzigen Oberligisten Tennis Borussia an. Hintergrund des Engagements war der Mord an einem siebenjährigen Schüler in Zehlendorf, den ein 16-Jähriger im August begangen hatte. Hertha wolle «ein Zeichen setzen und präventiv tätige Kräfte stärken», sagte Manager Dieter Hoeneß. Alle Einnahmen kamen dem Verein «Zephir e.V.» zugute, der sich um sozial gefährdete Jugendliche kümmert. GEGEN MATTHÄUS: Ungarn brauche unbedingt einen neuen Nationaltrainer, betonte Hertha-Profi Pal Dardai im offiziellen Stadionprogramm. Der Vertrag mit Lothar Matthäus läuft Ende dieses Jahres aus. «Bei einem anderen Trainer klappt's wahrscheinlich wieder», betonte der Ungar Dardai, der sich mit dem deutschen Rekord-Nationalspieler überworfen hat. «Noch nie» habe Matthäus ihn persönlich angerufen, das habe immer ein Verbandsfunktionär oder eine Sekretärin getan, berichtete der Ex-Nationalspieler. Sein Land habe zwar mit Matthäus die WM verpasst. «Es kann aber sein, dass Lothar noch sechs Jahre bleibt. Dann sieht's wohl so aus, dass ich nicht mehr spiele», sagte Dardai. BABYLONISCH: Trainer Ralf Rangnick ist das «zuweilen babylonische Sprachgewirr» bei Schalke 04 ein Dorn im Auge. «Solange wir zusammen arbeiten, sprechen wir deutsch. Es ist auch eine Sache von Respekt, ob ich z.B. gemeinsam am Tisch eine Sprache benutze, die alle verstehen oder nicht», sagte er. Rangnick verriet nach dem 3:0 gegen Duisburg, dass dies einer der Punkte bei den Aussprachen in der Vorwoche war. Von der Sprachregelung ist nur Rafinha ausgenommen, weil der erst vor zwei Monaten nach Schalke gewechselte Brasilianer die deutsche Sprache noch nicht so gut beherrscht. Er darf vorerst, falls nötig, auf das Portugiesische zurückgreifen. BETTGESCHICHTEN: An einen ruhigen Schlaf kann Trainer Ewald Lienen derzeit nicht denken. Dabei hat sein Verein Hannover 96 als erster Bundesligist - so die Werbung - ein eigenes Bett herausgebracht. Es ist in den Vereinsfarben lackiert, für Wassermatratzen ausgerüstet und kostet rund 500 Euro. Das so genannte Heimmodell wurde in der Halbzeitpause des Spiels gegen Mainz 05 nicht ohne Hintersinn im 96-Stadion vorgestellt. Der Betten-Produzent stammt aus Mainz.
 |