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Notizen vom 11. Spieltag der Fußball-Bundesliga

30.10.2005, 12:33 Uhr

Die Münchener Lucio und Oliver Kahn (l) jubeln nach Spielschluss in Köln.
Die Münchener Lucio und Oliver Kahn (l) jubeln nach Spielschluss in Köln.

WARTESCHLEIFE: Bayern-Keeper Oliver Kahn wurde durch den Gegentreffer von Matthias Scherz in die Rekord-Warteschleife geschickt.

Hätte der Kölner nicht das 1:0 gegen Kahn erzielt, wäre der Nationaltorhüter jetzt alleiniger Bundesliga-Spitzenmann bei Zu- Null- Spielen. Somit muss sich der Münchner noch gedulden und sich vorerst die Top-Position in dieser inoffiziellen Statistik-Wertung weiter mit Oliver Reck teilen: Beide brachten es auf 173 Partien ohne Gegentreffer - doch Kahn kann nachlegen.

FEHLPLANUNG: Unruhig verfolgte der rot-gesperrte HSV-Star Rafael van der Vaart auf der Tribüne den Auftritt seiner Mannschaft gegen Schalke 04. Gemeinsam mit Ehefrau Sylvie war diesmal noch weiterer Besuch im Stadion: Van der Vaarts Schwiegereltern. «Sie dachten, ich spiele», sagte der Niederländer, der sich selbst durch seinen Ausraster gegen den VfL Wolfsburg um die Möglichkeit gebracht hatte, die Verwandten sportlich zu beeindrucken.

WERBEWOCHE. Der Hamburger SV will den sportlichen Höhenflug zur Mitgliederwerbung nutzen. 40 000 Flyer wurden vor und im Stadion ausgelegt, dazu bekamen die fast 30 000 Mitglieder das Flugblatt mit dem Titel «Legen sie die Raute unter den Weihnachtsbaum» nach Hause geschickt. Aber auch die Schenkenden sollen nicht leer ausgehen. Unter ihnen verlost der HSV «ein ganz besonderes Präsent» - noch Geheimsache.

TURN-EINLAGE: Ali Karimi hatte seinen großen Auftritt, ohne am Spiel des FC Bayern München beim 1. FC Köln aktiv mitgewirkt zu haben. In der 6. Minute musste der Iraner zeigen, dass er es auch als Kunstturner durchaus zu etwas hätte bringen können. Die ungewollte Rolle rückwärts mit Stuhl, die Karimi nach einem unabsichtlichen Zusammenstoß mit seinem «schwungvollen» Team-Kollegen Lucio zeigte, hätte hohe Wertungen verdient gehabt.


PREMIERE: Zu seinem ersten Bundesliga-Einsatz nach zweieinhalb Jahren beim VfB Stuttgart kam Dirk Heinen. Seinen Einsatz als Ersatz des grippekranken Stammtorhüters Timo Hildebrand beim 3:3 gegen Hertha BSC hätte sich der 34-Jährige allerdings erfolgreicher gewünscht. «Das 0:1 muss ich auf meine Kappe nehmen. Ich war zu spät dran», räumte Heinen ein. Der zweite Berliner Treffer schien ebenfalls nicht unhaltbar. Die Premiere war gleichzeitig ein Comeback: Bei Bayer Leverkusen und Eintracht Frankfurt kam der Routinier zwischen 1993 und 2002 auf zusammen 154 Erstligaspiele. Vor seinem Wechsel zu den Schwaben stand Heinen eine Saison lang bei Denizlispor in der Türkei unter Vertrag.

ALTE LIEBE: Besondere Ehre für Duisburgs Torhüter Georg Koch. Der langjährige Düsseldorfer sitzt jetzt in der Jury, die 40 Cheerleader für die Footballer von Rhein Fire Düsseldorf aussucht. Neben dem Profifußballer gehören dem Gremium noch Modeschöpfer Norman Icking, Schauspieler Andi Slawinski und Musiker Rolf Möller an. «Das ist eine schöne Abwechslung. Mit meinen Kindern war ich auch schon bei Spielen von Rhein Fire», sagte Koch.

MARADONA: Julio Cesar kehrt zurück ins Dortmunder Westfalenstadion. Im Beisein zahlreicher Weltstars will der ehemalige BVB-Profi am 13. November an alter Wirkungsstätte mit einiger Verspätung sein Abschiedsspiel bestreiten. Die Champions-League- Sieger von 1997 sollen gegen eine Auswahl «Julio and Friends» antreten. Das verspricht höchsten Genuss: Schließlich werden Profis wie Careca, Romario, Jorginho, Bebeto und Ailton erwartet. Doch das wohl größte «Zugpferd» präsentierte BVB-Pressechef Josef Schneck am Samstag eher beiläufig: «Julio hat die Zusage von Maradona.»

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