Magath bittet zum Frühstück - Santa Cruz verletzt
Köln/München (dpa) - 30.10.2005, 14:08 Uhr
Felix Magath hat seine Mannschaft zum Frühstück eingeladen.
Nach dem glücklichen Pflichtsieg gegen den 1. FC Köln verordnete Felix Magath seinen Spielern Toast statt Training und bat zum Brunch in ein Münchner Lokal. Der 2:1 (0:1)-Erfolg spielte bei Kaffee und Frühstücksei jedoch keine Rolle mehr. Der Kreuzbandriss von Stürmer Roque Santa Cruz im rechten Knie drückte die Stimmung beim FC Bayern München und drängte selbst das bevorstehende Champions-League-Duell bei Juventus Turin und die viel diskutierte Torflaute von Roy Makaay in den Hintergrund. «Das ist für Roque und für uns eine Katastrophe. Er war in sehr guter Form und hat viele wichtige Tore geschossen», sagte Trainer Felix Magath. Santa Cruz hatte sich die Verletzung im Spiel in Köln zugezogen und war deswegen zur Halbzeit ausgewechselt worden. Die niederschmetternde Diagnose kam aber erst am Sonntag. Mindestens fünf Monate wird der Nationalspieler Paraguays, der zudem einen Teilabriss des Innenbandes erlitt, dem deutschen Rekordmeister nach der bevorstehenden Operation beim Kniespezialisten Richard Steadman in den USA fehlen.
Nach Anlaufschwierigkeiten hatte sich Santa Cruz in dieser Saison nicht nur einen Stammplatz, sondern auch eine gute Verhandlungsposition für einen Verlängerung seines im kommenden Sommer auslaufenden Vertrags erkämpft. Ob für den in seiner jungen Karriere schon mehrfach - besonders linken Knie - verletzten 24- Jährigen auch die Teilnahme für sein Heimatland an der Weltmeisterschaft 2006 gefährdet ist, war vorerst nicht absehbar. Vor der Verletzung von Santa Cruz war dessen Sturmkollege Roy Makaay unfreiwillig in den Blickpunkt bei den Bayern geraten. Nach 994 Minuten ohne Treffer des Niederländers fühlte sich sogar die Führungsspitze zu öffentlicher Kritik bemüßigt. «Roy muss mehr für sich und die Mannschaft arbeiten. Das ist ein Vorwurf, den er sich gefallen lassen muss», sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Die zu Saisonbeginn noch positiven Vergleiche mit Gerd Müller werden für Makaay mittlerweile zum Fluch. «Gerd Müller hat auch mal zehn Spiele lang nicht getroffen, aber er hat gearbeitet und ist so wieder zu Toren gekommen», sagte Rummenigge. |