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HSV-Erfolg guter Auftakt für Heimspielwoche

Hamburg (dpa) - 27.10.2005, 14:17 Uhr

Der Hamburger Rafael Wicky jubelt nach seinem Tor zum 3:2 gegen Leverkusen.
Der Hamburger Rafael Wicky jubelt nach seinem Tor zum 3:2 gegen Leverkusen.

Leverkusen als Appetithappen, Schalke als Hauptgang und Stavanger als Dessert: Zum Start in die Heimspielwoche des Jahres hat der Hamburger SV mit dem 3:2-Pokalsieg über Bayer 04 seine Erfolgsbilanz auf 23 Saison-Pflichtspiele mit nur einer Niederlage ausgebaut.

«Der HSV hat einen Lauf», erkannte Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler nach dem für seinen Club unglücklichen Aus im DFB-Pokal. In der Tat präsentiert HSV-Coach Thomas Doll Woche für Woche ein neues Erfolgsrezept. Und vor dem Schlagerspiel gegen die nach dem 0:6- Debakel in Frankfurt angeschlagenen Gelsenkirchener ist ihm auch nicht bange: «Ich mache mir nicht so viele Gedanken über den Gegner.»

Sein Credo: Das Positive aus dem spannenden Pokalfight ziehen und die Zwangs-Rotation zur eigenen Stärke machen. Am Wochenende wird wieder Rafael van der Vaart fehlen, der in Duellen mit gleichstarken Teams stets den Unterschied ausmacht. So war es wieder der 22 Jahre alte HSV-Star, der die entscheidenden Vorlagen per Ecke und Freistoß für Daniel van Buyten (55.) und Raphael Wicky (84.) gab. «Es ist gut, so einen Mann zu haben, der die Bälle in entscheidenden Situationen vorlegt», betonte Kapitän van Buyten, der trotz einer Stirnhöhlenvereiterung und Fieberschüben auflief. «Ich bin stolz, als Kapitän dieses Spiel gedreht zu haben.»

Einer springt für den anderen ein, so wie am Mittwoch überraschend Mehdi Mahdavikia für den verletzten Guy Demel in der Viererkette. «Wir haben richtig gute Typen in der Mannschaft und können in der zweiten Halbzeit immer noch zulegen», lautete Dolls Erklärung für das beständige hanseatische Hoch. Wunschgegner im Pokal, wo der dreifache Gewinner HSV zuletzt vor 18 Jahren im Finale stand, war schnell gefunden: Regionalligist und Stadtrivale FC St. Pauli, der letzte Amateurvertreter im Wettbewerb, soll im Achtelfinale eine ausverkaufte AOL-Arena bescheren, da wegen Sicherheitsbedenken nicht am Millerntor gespielt werden könnte. HSV-Chef Bernd Hoffmann stapelt dennoch tief: «Verdient wird erst ab Halbfinale».

Ans große Geld denkt nach dem frühen Aus in UEFA-Cup und DFB-Pokal derzeit keiner mehr beim Werksclub. «Wir müssen den Negativtrend stoppen», erkannte der neue Bayer-Coach Michael Skibbe, der nach drei Spielen weiter sieglos ist. «Wir sind auf einem guten Weg, aber es dauert noch ein paar Wochen, dann sind wir in der Liga wieder konkurrenzfähig», sagte er vor dem Auswärtsspiel in Kaiserslautern.


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