Viele Fragen: Kruse schweigt zu Taxi-Story

Sinsheim (dpa) - 13.03.2016, 12:02 Uhr
Viele Fragen: Kruse schweigt zu Taxi-Story
Wolfsburgs Max Kruse während der Partie gegen 1899 Hoffenheim. Foto: Uwe Anspach

Max Kruse rauschte wortlos davon. Mit ernster Miene verschwand der Fußball-Nationalspieler in Richtung Teambus des VfL Wolfsburg und hinterließ viele offene Fragen.

Ob dem 27-Jährigen seine schwache Leistung beim 0:1 bei 1899 Hoffenheim oder ein Bericht der «Bild» über den angeblichen Verlust von 75 000 Euro Bargeld in einem Berliner Taxi die Sprache verschlagen hatte, ist unklar. Klar ist dagegen, dass sein Chef beim VfL Redebedarf hat.

«Also, natürlich wollen wir mit dem VfL Wolfsburg für Schlagzeilen sorgen», sagte Geschäftsführer Klaus Allofs. «Aber das sind Dinge, die nicht so toll sind.» Er kündigte ein klärendes Gespräch mit dem Angreifer an. Denn schließlich wolle er da «doch ein bisschen mehr drüber wissen», meinte Allofs. «Anschließend werden wir es dann einordnen und gegebenenfalls auch reagieren.» Wie Kruse gab auch sein Berater Thomas Strunz keinen Kommentar ab.

Dabei ist sehr vieles im Unklaren. Laut «Bild»-Bericht soll er die große Summe Bargeld an einem frühen Sonntagmorgen, dem 18. Oktober 2015, in einem Berliner Taxi vergessen haben. Anschließend habe er noch am selben Morgen Anzeige erstattet. Von dem Geld fehle bisher noch jede Spur, hieß es in dem Bericht. Die Berliner Polizei wollte sich zu dem Bericht nicht äußern. Wenige Stunden später soll Kruse wieder auf dem Trainingsplatz im über 200 Kilometer von der Hauptstadt entfernten Wolfsburg gestanden haben.

Mit seiner Leistung in Sinsheim betrieb Kruse auch mit Blick auf die Europameisterschaft im Sommer in Frankreich keine Werbung in eigener Sache - wie eigentlich das gesamte Wolfsburger Team. Ob sein schwacher Auftritt mit den erneuten Gerüchten in Zusammenhang stehe, sei «reine Spekulation», meinte Allofs, der noch eine Gegenfrage stellte: «Hat ihn das beeinflusst oder beflügelt? Beflügelt hat es ihn jedenfalls nicht.»

Die Niederlage gegen Hoffenheim war ein Rückschlag für die Europapokal-Ambitionen des VfL Wolfsburg. «Im Stile einer Champions-League-Mannschaft haben wir heute keinen Moment gespielt», sagte Allofs. «Wir sind einfach gar nicht ins Spiel gekommen.» Nach dem erstmaligen Einzug ins Viertelfinale der Champions League wirkte die Mannschaft fahrig und müde - auch Kruse agierte harmlos.

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