Das 26. Bundesliga-Spieltag im Telegramm

Düsseldorf (dpa) - 11.03.2016, 16:55 Uhr
Das 26. Bundesliga-Spieltag im Telegramm
André Schubert trifft mit Borussia Mönchengladbach auf Eintracht Frankfurt. Foto: Maja Hitij

Der 26. Spieltag der Fußball-Bundesliga beginnt mit der Partie Hertha BSC gegen den FC Schalke 04. Die restlichen Begegnungen im Überblick:

Borussia Mönchengladbach - Eintracht Frankfurt (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Frankfurt kommt mit dem neuen Trainer Kovac und muss nach sieben Spielen in Serie ohne Sieg die Kurve kriegen. Gladbach gewann unter Schubert neun von elf Heimspielen, zuletzt drei nacheinander.

PERSONAL: Kovac muss bei seiner Premiere in Meier, Stendera und Zambrano auf drei wichtige Spieler verzichten. Bei den Borussen fehlen neben drei Langzeitverletzten auch Stranzl und Wendt.

STATISTIK: Von bislang 83 Bundesligaspielen gewannen die Hessen 32, Gladbach 28. Drei der vergangenen sechs Spiele im Borussia-Park gewannen die Frankfurter.

BESONDERES: Der ehemalige Bundesligaprofi Kovac war zwar als Cheftrainer Kroatiens 2014 bei der WM dabei, in der Bundesliga feiert der Coach am Samstag allerdings sein Debüt.

FC Ingolstadt - VfB Stuttgart (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Der FCI ist nach zuletzt drei Heimsiegen und einem Remis selbstbewusst, will dem frühzeitigen Klassenverbleib näherkommen. Der VfB kann mit einem Sieg in der Tabelle vorbeiziehen.

PERSONAL: Den Gastgebern fehlt Spielmacher Groß (Sperre); er wird von Christiansen ersetzt. Den Schwaben fehlt Harnik wegen einer Wadenverletzung, Kapitän Gentner soll dagegen fit werden.

STATISTIK: Das einzige Duell gewann der VfB in der Hinrunde durch ein Didavi-Tor mit 1:0. Ingolstadts Leckie verschoss einen Elfmeter.

BESONDERES: Ingolstadts Coach Hasenhüttl saß mit VfB-Sportvorstand Dutt zusammen beim Trainerlehrgang - und erinnerte vor dem Wiedersehen daran, dass der Stuttgarter Kollege Jahrgangsbester war.

SV Darmstadt 98 - FC Augsburg (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Es ist ein ganz wichtiges Abstiegskampf-Duell. Darmstadt ist 14., Augsburg nimmt Rang 15 ein. Beide haben 26 Punkte.

PERSONAL: Nach dem Ausfall von vier Verletzten beklagt Augsburg jetzt auch noch die Rotsperre von Neuzugang Gouweleeuw. Darmstadt fehlen die Offensivspieler Rosenthal und Stroh-Engel.

STATISTIK: Erst einmal gab es dieses Duell in der Bundesliga: Darmstadt gewann das Hinspiel 2:0. Davor blieb Augsburg in zwölf Regionalligapartien gegen die «Lilien» ungeschlagen.

BESONDERES: Darmstadt war zuletzt in den direkten Abstiegskampf-Duellen stark: Siege in Hoffenheim und Hannover, immerhin ein Unentschieden in Bremen.

1899 Hoffenheim - VfL Wolfsburg (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Wolfsburg will die Aufholjagd auf die Königsklassenplätze fortsetzen. Der erstmalige Viertelfinaleinzug beflügelt. 1899 hängt noch immer drei Punkte hinter dem Relegationsplatz zurück.

PERSONAL: Bei Hoffenheim sind Rudy und Polanski gesperrt, zudem Strobl, Schwegler (beide Knie) und Volland (Adduktoren) angeschlagen. Wolfsburgs Draxler hat Oberschenkelprobleme.

STATISTIK: Gegen keine andere Mannschaft fielen bei Spielen der Hoffenheimer mehr Tore als gegen Wolfsburg - 61 in 15 Partien.

BESONDERES: Für Nagelsmann, den mit 28 Jahren jüngsten Bundesligatrainer, ist es Spiel eins als lizenzierter Fußballlehrer.

Hannover 96 - 1. FC Köln (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: In Hannover stehen sich die beiden schlechtesten Teams der Rückrunde gegenüber. Der abgeschlagene Tabellenletzte könnte mit dem dritten Saison-Heimsieg etwas Hoffnung schöpfen.

PERSONAL: Winterzugang Hugo Almeida hat seine Sperre abgesessen und soll das 96-Angriffsspiel beleben. Kölns Trainer Stöger muss den gesperrten Maroh ersetzen.

STATISTIK: Die Bilanz spricht knapp für Hannover. Von 43 Partien gewannen die Niedersachsen 19. Der FC siegte 17 Mal.

BESONDERES: Als FC-Geschäftsführer Schmadtke noch in Hannover tätig war, spielte das 96-Team zweimal in der Europa League. Sein Abgang leitete den Niedergang der Niedersachsen ein.

FC Bayern München - Werder Bremen (Samstag, 18.30 Uhr)

SITUATION: Vor dem Champions-League-Hit gegen Juve geht es für Bayern um eine erfolgreiche Generalprobe in der Liga. Den Bremern droht der Sturz auf den Abstiegsrelegationsrang 16.

PERSONAL: Während Bayern, abgesehen von der dünnen Defensivreihe, keine Ausfälle zu beklagen hat, fehlen den Gästen mehrere Stammspieler: Junuzovic und Fritz sind gesperrt, Pizarro und Bartels verletzt.

STATISTIK: Vor dem 100. Duell der beiden Liga-Größen ist die jüngste Bremer Bilanz gegen den FC Bayern mit zehn Bundesliganiederlagen nacheinander und einem Torverhältnis von 6:40 mehr als verheerend.

BESONDERES: Bei Bremen standen im Vorfeld jene Profis im Fokus, die nicht spielen: Junuzovic und Fritz kassierten wegen absichtlicher Gelb-Sperren eine DFB-Geldstrafe. Ex-Profi Pizarro wurde von Bayern-Coach Guardiola noch gelobt, sagte dann aber angeschlagen ab.

Bayer Leverkusen - Hamburger SV (Sonntag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Bayer hat eine Krise: In der Liga seit vier Partien ohne Sieg, in der Europa League droht nach dem 0:2 in Villarreal das Aus. Der HSV ist in der BayArena seit sieben Jahren ohne Erfolg.

PERSONAL: Im Labbadia-Team drohen Hunt, Sakai und Jung auszufallen. Djourou kehrt nach Sperre zurück. Bei Bayer fallen Kramer (Schleudertrauma) und Boenisch (Oberschenkelverletzung) aus.

STATISTIK: Von den bislang 36 Heimspielen gegen den HSV gewann Bayer 16; zudem gab es acht Remis und zwölf Niederlagen.

BESONDERES: Für Trainer Labbadia und Torhüter Adler ist es eine Rückkehr an die alte Wirkungsstätte, der ehemalige Leverkusener Spahic ist gesperrt. Calhanoglus Wechsel 2014 vom HSV zu Bayer war von vielen Misstönen geprägt.

Borussia Dortmund - FSV Mainz 05 (Sonntag, 17.30 Uhr)

SITUATION: Der BVB hat einen Lauf: In den zwölf Pflichtspielen der Rückrunde gab es zehn Siege und zwei Remis. Diese imposante Bilanz kann die Mainzer nach dem 2:1 beim FC Bayern jedoch nicht schrecken.

PERSONAL: Dortmund bangt um den Einsatz von Bender und Gündogan. Die Mainzer müssen den gesperrten Donati ersetzen. Zudem fehlt Bungert.

STATISTIK: Neun Spiele, kein Sieg - die bisherige Bilanz der Mainzer in Dortmund ist wenig ermutigend. Immerhin gelangen vier Remis.

BESONDERES: Die Trainer stehen im Fokus. Schließlich arbeitete Tuchel sechs Jahre in Mainz und war von 2009 bis 2014 Chefcoach. Fast zeitgleich arbeitete Schmidt ihm dort zu - als damaliger Trainer der zweiten Mannschaft.