Duisburg weiter mit Trainer Meier
München (dpa) - 27.10.2005, 11:04 Uhr
Der Duisburger Trainer Norbert Meier (l) und MSV-Präsident Walter Hellmich.
Nach dem Pokal-K.o. beim zweitklassigen TSV 1860 München ist der MSV Duisburg am vorläufigen Tiefpunkt angekommen, aber spontane Panik-Reaktionen blieben auch nach der dritten Niederlage in Serie aus. MSV-Boss Walter Hellmich glaubt nach der vergeblichen Aufholjagd beim 2:3 (0:2) in der Münchner Allianz Arena weiterhin an die Bundesliga-Tauglichkeit des Aufsteigers und die Arbeit von Trainer Norbert Meier. «Meier bleibt. Meier hat uns nach oben in die Fußball-Bundesliga gebracht. Und mit Meier werden wir auch oben bleiben», erklärte Hellmich. Durchhalteparolen sind auf Dauer allerdings kein Ersatz für Punkte, weshalb Meier und seine «Zebras» nach den drei Pleiten gegen Eintracht Frankfurt (0:1), beim FC Bayern München (0:4) und nun gegen die «Löwen» im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg unbedingt punkten müssen. «Für uns geht es um eine Menge gegen Wolfsburg», sagte Meier. Routinier Dirk Lottner umschrieb die kritische Situation drastisch: «Es ist ein lebenswichtiges Spiel - da muss ein Sieg her.»
Die Hoffnung des Tabellen-17., im Pokal neues Selbstvertrauen für den Abstiegskampf und Zusatzeinnahmen zu schöpfen, vernichtete der eingewechselte Nemanja Vucicevic mit seinem späten Siegtreffer für die Münchner (85.). Zuvor hatte der MSV nach einer «grottenschlechten ersten Halbzeit» (Hellmich) und Gegentreffern von Jiayi Shao (37.) und U 21-Nationalspieler Matthias Lehmann (42.) eine intakte Moral bewiesen. Ein wunderbarer Freistoß von Markus Anfang (48.) und eines der seltenen Kopfballtore von Lottner brachte die Gäste zurück ins Spiel. «An den guten 35 Minuten nach der Pause müssen wir uns aufrichten», empfahl Hellmich. Anderes bleibt auch Meier nicht übrig, dem Torwart Georg Koch «den schwierigsten Job der Liga» bescheinigte. Geld für neue Spieler sei nicht vorhanden, sagte Hellmich. Meier hofft auf eine Initialzündung gegen Wolfsburg. Er verwies auf das Beispiel von Mitaufsteiger Eintracht Frankfurt, der seit dem 1:0-Erfolg in Duisburg in Bundesliga (6:3 gegen Köln) und Pokal (6:0 gegen Schalke) befreit aufspielt. «Urplötzlich ist das Vertrauen in die eigene Stärke da.»
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