Zudem möchte die DFL-Führung Absprachen der TV-Sender und Bietergemeinschaften verhindern. Deshalb soll sich jeder Interessent verpflichten, «vor und nach Erstellung seines Angebotes dessen Einzelheiten, insbesondere über Höhe des Angebots und über Art des Verwertungsrechtepaketes, streng vertraulich zu behandeln und weder direkt noch indirekt Dritten, insbesondere anderen interessierten Unternehmen, zugänglich zu machen oder offen zu legen». Neben den bisherigen TV-Partnern ARD/ZDF, DSF und Premiere, die zusammen rund 300 Millionen Euro pro Saison an die DFL zahlen, werden sich nach Angaben der «Sport-Bild» auch RTL und Kabel Deutschland (KDG) an dem neuen Bieterverfahren beteiligen. Der Kölner Free TV-Sender RTL wollte ein spezielles Interesse an den Live-Spielen der Bundesliga aber nicht bestätigen. Die Live-Rechte müssen nach einer EU-Vorschrift wie alle anderen Rechte extra ausgeschrieben werden. Die DFL will alle Rechte-Pakete Anfang November veröffentlichen. Die Abgabe-Frist für die Angebote endet für die TV-Sender danach am 1. Dezember. «Fakt ist, dass die DFL der EU-Kommission ein diskriminierungsfreies Verfahren zugesagt hat, um größtmögliche Chancengleichheit bei allen potenziellen Interessenten zu gewährleisten», betonte Seifert. So soll auch Kabel Deutschland um die Pay TV-Rechte mitbieten können, für die bisher Premiere rund 180 Millionen Euro pro Saison zahlt. Im Gegensatz zu Premiere - der Abo-Kanal hat derzeit rund 3,4 Millionen Abonnenten - erreicht KDG derzeit nur 300 000 Kunden. DFL-Geschäftsführer Seifert soll deshalb laut der Zeitschrift die Anforderung an alle Bewerber, eine technische Reichweite von 80 Prozent aufzuweisen, als «Fallstrick» für KDG bezeichnet haben.
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