Hoffenheim gegen Augsburg unter Druck

Augsburg (dpa) - 29.02.2016, 11:53 Uhr
Hoffenheim gegen Augsburg unter Druck
Julian Nagelsmann kassierte in Dortmund seine erste Bundesliga-Niederlage. Foto: Bernd Thissen

Riesenchance für den FC Augsburg, großer Druck für 1899 Hoffenheim: Nach turbulenten Spielen blicken die beiden Abstiegskandidaten trotz unterschiedlicher Wochenenderlebnisse ihrem Duell mit Endspielcharakter voller Zuversicht entgegen.

«Wenn man so fightet und so spielt, hat man alle Chancen, in der Liga zu bleiben», sagte Augsburgs Trainer Markus Weinzierl. Nach dem bitteren Aus in der Europa League beim großen FC Liverpool hatte sich sein Team beim 2:2 gegen Borussia Mönchengladbach zu einer «Energieleistung» aufgerafft - und zumindest teilweise belohnt.

Trotz guter Vorstellung blieben Punkte für die tapferen Hoffenheimer aus, dazu fehlt Kapitän Sebastian Rudy nun gesperrt. «Das war ein seltsamer Geburtstag - den muss ich nicht noch mal haben», kommentierte der einzige 1899-Torschütze nach dem unglücklichen 1:3 in der Fußball-Bundesliga bei Borussia Dortmund am Sonntag. Nach seiner Roten Karte (58. Minute) kippte das Spiel gegen den Topclub. «Jetzt muss diese Niederlage schnell aus den Knochen und aus den Köpfen», forderte Coach Julian Nagelsmann, der am Montag zur Prüfung in der Fußballlehrer-Ausbildung in Hennef antreten musste.

Bei aller Enttäuschung wirkte der Trainer-Jüngling nicht sonderlich unglücklich. «Die Mannschaft hatte das Gefühl, dass die taktische Marschroute die richtige war», urteilte er mit einem gewissen Maß an Eigenlob. Auch die erste Niederlage in seinem dritten Spiel bei 1899 Hoffenheim konnte das Selbstvertrauen des Trainer-Novizen nicht erschüttern. Die Profis mühten sich, ebenfalls Positives für das so wichtige Heimspiel am Mittwoch (20.00 Uhr) gegen den FCA mitzunehmen. «Wir wollen die drei Punkte zuhause behalten. Wir können trotz der Niederlage selbstbewusst sein und einiges in das Spiel gegen Augsburg mitnehmen», erklärte Verteidiger Niklas Süle.

Ganz ähnlich klangen die Augsburger um Alfred Finnbogason, der als Bundesliga-Premierentorschütze neben Caiuby für die FCA-Treffer gegen Gladbach sorgte. Dabei ist die Situation der Schwaben ungleich besser: Mit 25 Punkten sind sie vier Zähler vor dem Abstiegsrelegationsrang platziert, der Vorsprung auf Hoffenheim beträgt stolze sieben Punkte. Ein Sieg im Kraichgau - und die Weinzierl-Elf wäre nur noch theoretisch vom Tabellenvorletzten einzuholen. «Ich glaube, da sind einige Vereine unten drin, die dringend Punkte brauchen. Wenn wir eine ähnliche Leistung wie gegen Gladbach abrufen, dann können wir dort auch etwas mitnehmen», befand Mittelfeldakteur Halil Altintop.

Personell ist es aktuell eng bei den Schwaben, bei denen etwa Ja-Cheol Koo nach seiner Einwechslung wegen Wadenproblemen prompt wieder ausgewechselt wurde. Die Englischen Wochen mit dem K.o. in der Europa League hängen noch nach. «Hier zwickt es, da zwickt es. Das sind Anzeichen, dass wir viele Spiele hatten», beschrieb es Weinzierl, «von daher kommt die Englische Woche nicht günstig, aber wir werden da durchgehen.»

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