Der 22. Bundesliga-Spieltag im Telegramm

Düsseldorf (dpa) - 19.02.2016, 15:03 Uhr
Der 22. Bundesliga-Spieltag im Telegramm
Der 22. Spieltag startet mit der Partie des Hamburger SV bei Eintracht Frankfurt. Foto: Daniel Reinhardt

Der 22. Spieltag der Fußball-Bundesliga beginnt mit der Freitagspartie Eintracht Frankfurt gegen den Hamburger SV um 20.30 Uhr. Die weiteren Begegnungen im Überblick.

Borussia Mönchengladbach - 1. FC Köln (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Gladbach-Coach Schubert steht nach drei Niederlagen in vier Rückrundenspielen unter Druck. Bei einem Sieg könnte Köln gleichziehen.

PERSONAL: Neben fünf Langzeitverletzten fallen Stranzl und zudem wohl auch der erkrankte Hinteregger bei den Gastgebern aus. Köln muss auf Risse und Zoller verzichten.

STATISTIK: Auswärts ist Köln nur schwer zu schlagen und seit fünf Partien unbezwungen. Im Hinspiel gelang dem FC der erste Sieg nach zuvor neun erfolglosen Derbys. Es war das letzte Spiel der Borussia unter der Regie von Trainer Favre.

BESONDERES: Beim 84. rheinischen Derby wird der Gästeblock weitgehend frei bleiben, auch die Heimfans wollen aus Protest gegen die Verkleinerung des Kartenkontingents auf die übliche Derbystimmung verzichten.

Hertha BSC - VfL Wolfsburg (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Nach drei Remis und einer Niederlage wartet Hertha noch auf den ersten Rückrundensieg. Wolfsburg benötigt als Achter drei Punkte, um den Anschluss nach oben zu bekommen.

PERSONAL: Bei den Berlinern steht der Einsatz von Kalou (Muskelverletzung) noch auf der Kippe; Weiser soll zurückkehren. Der VfL muss unter anderem auf Schürrle, Caligiuri und Torwart Benaglio verzichten. Vor seinem Startelf-Debüt steht Angreifer Bruno Henrique.

STATISTIK: In bisher 33 Aufeinandertreffen gab es 14 Siege für Hertha, zwölf für den VfL. Von den letzten sechs Duellen gewann Wolfsburg allerdings fünf.

BESONDERES: Hertha hat in dieser Saison im heimischen Stadion erst ein Spiel verloren; Wolfsburg ist mit nur einem Sieg das schwächste Auswärtsteam der Liga.

1899 Hoffenheim - FSV Mainz 05 (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Heimspiel-Premiere für den 28 Jahre alten 1899-Trainer Nagelsmann, der gleich im Abstiegskampf unter Zugzwang steht. Mainz gewann die letzten drei Partien und geht als Favorit ins Spiel.

PERSONAL: Hoffenheim muss auf den gesperrten Kramaric verzichten. Für ihn könnte Volland in die Spitze rücken. Mainz muss die Abwehr umbauen. Bell (Knietrauma) und Donati (Gelbsperre) fehlen.

STATISTIK: Bisher erst ein Heimspiel konnte Hoffenheim gegen Mainz gewinnen. In der letzten Saison gewannen die Kraichgauer mit 2:0.

BESONDERES: Mit Hoffenheim und Mainz treffen die derzeit laufstärksten Mannschaften aufeinander.

FC Bayern München - SV Darmstadt (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Der Champions-League-Klassiker gegen Juventus steht kurz bevor, aber erst einmal muss auf dem Weg zum Meistertitel ein Münchner Pflichtsieg gegen Darmstadt her.

PERSONAL: Die Comebacks von Ribéry und Götze nahen beim FC Bayern, das Debüt von Tasci könnte ebenfalls kurz bevorstehen. Darmstadt muss wegen diverser Gelbsperren improvisieren.

STATISTIK: Acht ihrer zehn Standardtreffer dieser Spielzeit erzielten die Hessen in der Fremde. Für die kleine Münchner Hintermannschaft könnte das ein gutes Training für Juve sein.

BESONDERES: Gleich fünf Darmstädter holten sich gegen Leverkusen eine Gelb-Sperre ab, aber in München rechnen sich Trainer Schuster & Co. ohnehin nicht viel aus. Wichtiger sind die Profis im Abstiegskampf.

FC Ingolstadt - Werder Bremen (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Ein Spiel der Unterschiede in punkto Tore. Die schwächste Offensive (Ingolstadt mit 14 Treffern) trifft auf die schwächste Abwehr (Werder mit 42).

PERSONAL: Bremen bangt um den Einsatz von Kapitän Fritz wegen Sprunggelenksproblemen. Der FCI muss wohl auf Morales wegen Adduktorenproblemen verzichten.

STATISTIK: Ingolstadt gewann zuletzt erstmals zwei Bundesliga-Heimspiele in Serie. Werder ist auswärtsstark und fuhr vier von fünf Saisonsiegen in der Fremde ein.

BESONDERES: Ingolstadt blieb in mehr als der Hälfte der Spiele torlos, Werder spielte seit 24 Partien nicht mehr zu Null.

Bayer Leverkusen - Borussia Dortmund (Sonntag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Den Tabellenzweiten BVB und Verfolger Leverkusen trennen üppige 13 Punkte. Dortmund blieb in allen Pflichtspielen der Rückrunde ohne Niederlage. Bayer hat keines der sechs vergangenen Ligaspiele verloren.

PERSONAL: Beim BVB ist der Einsatz von Gündogan fraglich. Fehlt er, könnte Sahin nach seinem Comeback gegen Porto erneut in der Startelf stehen. Der Gastgeber hofft auf eine Rückkehr von Torjäger Chicharito. Der in Lissabon gesperrte Kampl ist wieder dabei.

STATISTIK: Nach 21 Spieltagen hat Dortmund schon mehr Punkte auf dem Konto (48) als nach der gesamten vergangenen Spielzeit (46). Bayer konnte keins der letzten acht Heimspiele gegen den BVB gewinnen.

BESONDERES: Castro könnte erstmals nach seinem Wechsel zum BVB in die BayArena zurückkehren. Das setzt voraus, dass ihn Trainer Tuchel - anders als gegen Porto - in den Kader beruft.

Hannover 96 - FC Augsburg (Sonntag, 17.30 Uhr)

SITUATION: Hannover kassierte sieben Niederlagen in Serie und ist Tabellenletzter. Augsburg überzeugte beim 0:0 gegen Liverpool in der Europa League, ist in der Rückrunde allerdings noch ohne Sieg.

PERSONAL: Das 96-Team hofft auf die Rückkehr von Regisseur Kiyotake. Der Japaner steht nach langer Pause im Kader. Augsburgs Torjäger Bobadilla droht wegen einer Muskelverletzung auszufallen.

STATISTIK: Kleiner Hoffnungsschimmer für 96: Hannover gewann die letzten drei Heimspiele gegen Augsburg. Dafür konnte Trainer Schaaf weder mit Bremen noch mit Frankfurt gegen den FCA gewinnen.

BESONDERES: Viele Tore sind nicht zu erwarten. Hannover traf in der Rückrunde erst einmal, Augsburg erzielte zwei Treffer.

FC Schalke 04 - VfB Stuttgart (Sonntag, 17.30 Uhr)

SITUATION: Mit vier Siegen und 11:4 Toren gelang dem VfB ein Traumstatt in die Rückrunde. Bei einem neuerlichen Erfolg hätten die Schwaben binnen weniger Wochen die gleiche Punktzahl verbucht wie in der gesamten Hinrunde.

PERSONAL: Schalke-Coach Breitenreiter dürfte Angreifer Huntelaar wieder in die Startelf beordern. Beim Gast kehrt Didavi nach Sperre zurück.

STATISTIK: Unter der Regie von Coach Kramny verbuchte der VfB im Schnitt 2,1 Punkte pro Spiel. Das ist die beste Bilanz aller Stuttgarter Cheftrainer in der Liga-Hostorie.

BESONDERES: Für zwei Profis gibt es ein Wiedersehen der besonderen Art: Noch in der Hinrunde spielten Schalkes Belhanda und Stuttgarts Kravets gemeinsam bei Dynamo Kiew.