Debüts im halben Dutzend: Trainer und Torschützen

Berlin (dpa) - 14.02.2016, 04:45 Uhr
Debüts im halben Dutzend: Trainer und Torschützen
Hoffenheims neuer Trainer Julian Nagelsmann bei seinem Debüt in Bremen. Foto: Carmen Jaspersen

Das Freitag-Spiel und die Samstag-Begegnungen der Fußball-Bundesliga lieferten etliche Premieren. Im Mittelpunkt am 21. Spieltag war vor allem ein Trainer-Einstand.

Trainerdebüt: Julian Nagelsmann fand seine Premiere als Chefcoach von 1899 Hoffenheim nicht so fürchterlich aufregend. «Das war schon ganz ordentlich», sagte der Bundesliga-Neuling nach dem 1:1 bei Werder Bremen. Gefallen habe ihm, «dass die Mannschaft auch in Unterzahl bis zum Schluss gekämpft hat». Mit 28 Jahren, 6 Monaten und 21 Tagen steht Nagelsmann nun in den Geschichtsbüchern der Liga als bislang jüngster Chefcoach. Kommenden Samstag nach dem Spiel gegen Mainz will er sieben Tage älter der jüngste siegreiche Bundesliga-Trainer sein.

Tordebüt I: Premiere im Sechserpack. Bis zum Samstagabend trafen in den sieben Ligapartien sechs Profis zum ersten Mal. Den Anfang machte die Mainzer Gaetan Bussmann und Julian Baumgartliner am Freitag gegen Schalke. Auch der Treffer für Königsblau von Younes Belhanda war ein Debüttor. Am Samstag jubelten dann Hoffenheims Andrej Kramaric, Bremens Papy Djilobodji und der Stuttgarter Serey Dié erstmals über ein eigenes Tor. Den längsten Anlauf zum Tor benötige der Mainzer Baumgartlinger, der in seinem 112. Ligaspiel erstmals traf.

Tordebüt II: 52 Tore hatte Borussia Dortmund vor dem 21. Spieltag erzielt - so viele wie kein anderes Team in der Liga. 52 Mal stand der Torschütze im Strafraum. Ein Tor von außerhalb des Sechzehners war noch keinem BVB-Spieler gelungen. Gegen Hannover 96 wollte überhaupt kein Treffer fallen, da nahm sich Henrich Mchitarjan ein Herz und zog aus etwa 20 Metern ab. Der Siegtreffer gegen die glücklosen Niedersachsen war somit nicht nur Nummer 53, sondern auch eine Dortmunder Saisonpremiere.

Schiedsrichterdebüt: Patrick Ittrich war acht Jahre der Assistent an der Seitenlinie. Seinen wichtigsten «Einsatz» hatte er im November 2011, als er seinem damaligen Chef Babak Rafati bei dessen Suizidversuch das Leben rettete. Die Ereignisse von damals seien für ihn «abgeschlossen». Nun ist Ittrich in der Zunft der Referees aufgestiegen. Die Partie Wolfsburg gegen Ingolstadt leitete er souverän. «Ich bin nie nervös, höchstens positiv aufgeregt» hatte der Polizeibeamte vor dem Spiel dem «Hamburger Abendblatt» gesagt.