Arbitrage 2.0 - Der Videobeweis in den Niederlanden

Berlin (dpa) - 12.02.2016, 12:06 Uhr
Arbitrage 2.0 - Der Videobeweis in den Niederlanden
Ein fünfter Schiedsrichter sitzt in einem Übertragungswagen. Foto: Koen Van Weel

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) unterstützt die Einführung des Videobeweises in der Bundesliga und favorisiert dabei das niederländische Modell Arbitrage 2.0.

Die Verantwortlichen in den Niederlanden wollen von der kommenden Saison an den Video-Assistenten im Spielbetrieb testen. Voraussetzung dafür ist, dass die Regelhüter vom International Football Association Board (IFAB) dafür auf ihrer Sitzung vom 4. bis 6. März grünes Licht geben.

Wie funktioniert das niederländische Modell? Ein fünfter Schiedsrichter sitzt in einem Übertragungswagen außerhalb des Stadions. Er verfolgt das Spiel auf sechs Bildschirmen. Der Video-Referee kann dabei proaktiv eingreifen, er kann aber auch vom Schiedsrichter auf dem Platz kontaktiert werden. Dabei geht es nur um spielentscheidende Szene wie Rote Karten, Elfmeter und Tore.

Im bisherigen Pilotprojekt, in dem das Modell getestet wurde, ohne dass der Video-Schiedsrichter in das Geschehen eingriff, zeigte sich, dass er im Schnitt bei drei, vier Szenen hilfreich sein könnte. Nicht helfen kann der Video-Schiedsrichter allerdings, wenn der Unparteiische auf dem Platz fälschlicherweise auf Abseits oder Foul entschieden hat.

Arbitrage 2.0 auf der Internetseite des niederländischen Fußball-Verbandes KNVB