Werder legt Streit um Meisterprämie bei
Bremen (dpa) - 25.05.2004, 17:57 Uhr
Werder-Kapitän Frank Baumann jubelt am 15. Mai mit der Meisterschale.
Werder Bremen hat fünf Tage vor dem Pokalfinale einen Streit um die Meisterprämie beigelegt. Die Vereinsführung des Deutschen Fußballmeisters und die Bremer Profis einigten sich auf einen Gesamtbetrag, der unter den zunächst in Aussicht gestellten zwei Millionen Euro liegt. «Es gab unterschiedliche Auffassungen, die erst in dieser Woche zu Tage getreten waren. Wir haben die Differenzen im Gespräch mit der kompletten Mannschaft ausgeräumt», sagte Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs. Eine erste Gesprächsrunde war ohne Ergebnis geblieben. Die Spieler, die sich auf eine Prämienregelung aus der Saison 2002/2003 stützten, zeigten sich zunächst unnachgiebig und kritisierten den Sparkurs der Geschäftsführung. «Wir stehen im Pokalfinale und in der Champions League, doch der Verein scheint pleite», stichelte Kapitän und Nationalspieler Frank Baumann.
Nach übereinstimmenden Medienberichten hatten die Stammspieler pro Punkt eine Prämie von 2000 Euro gefordert. Da Werder 74 Zähler holte, hätte ein Profi auf 148 000 Euro kommen können. Allofs deutete an, dass sich beide Seiten auf eine Regelung von rund 1500 Euro pro Punkt geeinigt haben. Nach seinen Angaben muss Werder wegen der reduzierten Einnahmen in der Champions League Abstriche bei den Prämien vornehmen. Der Geschäftsführer räumte ein, dass der Verein vor Saisonbeginn eine Meisterprämie nicht schriftlich fixiert hatte. Offensichtlich war die Werder-Führung nicht vom Titelgewinn ausgegangen. «Für die Zukunft müssen wir daraus lernen», sagte Allofs. Bereits in der vergangenen Woche hatte Innenverteidiger Mladen Krstajic, der nach dem Pokalfinale gegen Alemannia Aachen ablösefrei zum FC Schalke 04 wechselt, das Finanzgebaren des Meisters kritisiert: «Wir bekommen eine Prämie wie im Kindergarten.»
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