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Keinen Grund für Sperre von Wichniarek

Berlin (dpa) - 06.09.2005, 20:22 Uhr

Artur Wichniarek freut sich im April über einen Sieg der Hertha in Bremen.
Artur Wichniarek freut sich im April über einen Sieg der Hertha in Bremen.

Hertha-Stürmer Artur Wichniarek muss offenbar keine Doping-Sanktionen befürchten.

«Für mich gibt es keinen Grund, dass Wichniarek gesperrt werden müsste», sagte Dirk Clasing, der stellvertretende Vorsitzende der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) dem Berliner «Tagesspiegel».

«Wenn Wichniarek Cortison braucht, dann muss er das auch bekommen. Das muss bei der NADA angezeigt werden - wenn es das wird, dann darf er auch spielen. Das ist zulässig», ergänzte Clasing. Nach den drei Cortison-Spritzen, die der Bundesliga-Profi Wichniarek nach einer allergischen Reaktion von einem Notarzt verabreicht werden mussten, war zunächst unklar, ob der Stürmer gesperrt werden muss.

Trotz der Behandlung mit Cortison, das auf der Liste verbotener Substanzen der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) steht, darf Fußball-Profi Artur Wichniarek auch wieder am Training von Hertha BSC teilnehmen. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) teilte dem Berliner Club diese einstweilige Entscheidung mit. Über eine mögliche Sperre des Polens wird die Anti-Doping-Kommission des DFB wahrscheinlich binnen weniger Tage entscheiden. Hertha hofft darauf, Wichniarek am 15. September im UEFA-Pokal-Hinspiel bei Apoel Nikosia wieder einsetzen zu können.

Wichniarek hatte sich bei einem Kurzurlaub an der Ostsee wegen eines Allergieschocks von einem Notarzt behandeln lassen. Der sah den Einsatz von drei Cortison-Spritzen als unumgehbar an. Laut Hertha-Teamarzt Ulrich Schleicher habe es sich um eine Notfallsituation gehandelt, «weil sich ein lebensbedrohlicher Zustand zu entwickeln drohte». Hertha meldete den Vorgang dem DFB und erteilte Wichniarek zunächst Übungsstopp. Bei einem ähnlichen Fall war Thomas Brdaric (Hannover 96) 2002 eine Zwangspause verordnet worden, so lange das Medikament im Körper nachgewiesen werden konnte.


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