Trotz der Behandlung mit Cortison, das auf der Liste verbotener Substanzen der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) steht, darf Fußball-Profi Artur Wichniarek wieder am Training des Bundesligisten Hertha BSC teilnehmen.
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) teilte dem Berliner Club diese einstweilige Entscheidung mit. Über eine mögliche Sperre des Polens wird die Anti-Doping-Kommission des DFB wahrscheinlich bis Ende der Woche entscheiden. Hertha hofft darauf, Wichniarek am 15. September im UEFA-Pokal- Hinspiel bei Apoel Nikosia wieder einsetzen zu können.
Wichniarek hatte sich am Wochenende bei einem Kurzurlaub an der Ostsee wegen eines Allergieschocks von einem Notarzt behandeln lassen. Der sah den Einsatz von drei Cortison-Spritzen als unumgehbar an. Laut Hertha-Teamarzt Ulrich Schleicher habe es sich um eine Notfallsituation gehandelt, «weil sich ein lebensbedrohlicher Zustand zu entwickeln drohte». Hertha meldete den Vorgang dem DFB und erteilte Wichniarek zunächst Übungsstopp. Bei einem ähnlichen Fall war Thomas Brdaric (Hannover 96) 2002 eine Zwangspause verordnet worden, so lange das Medikament im Körper nachgewiesen werden konnte.