Bayer 04 hält an Augenthaler fest
Leverkusen (dpa) - 30.08.2005, 12:11 Uhr
Fußball Bundesliga Bayer Leverkusen - Bayern München am Samstag (13.08.2005) in der BayArena in Leverkusen : Der Leverkusener Trainer Klaus Augenthaler fasst sich nach der 2:5-Niederlage an den Kopf. Links Co-Trainer Peter Hermann. Foto: Achim Scheidemann
Bayer 04 Leverkusen hält nach dem Fehlstart in der Bundesliga an Chefcoach Klaus Augenthaler fest. «Von Aktionismus halte ich nichts», erklärte Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser, «bei Augenthaler gibt es keinen Anlass. Wir haben nur zwei Spiele verloren». Nach dem Auftaktsieg bei Aufsteiger Eintracht Frankfurt (4:1) gab es Niederlagen gegen Bayern München (2:5) und den VfL Wolfsburg (1:2). «Auch wenn wir null Punkte hätten, würde ich nicht anders reagieren», sagte Holzhäuser. Eine Job-Garantie will er dem früheren Nationalspieler und Weltmeister aber nicht geben. «Das kann ich nicht tun. Dafür ist das Fußball-Geschäft zu fragil», sagte Holzhäuser. Allerdings weiß er auch um die Schwierigkeiten von Augenthaler, die Mannschaft vernünftig auf die Pflichtspiele vorzubereiten. «Er konnte noch kein einziges Mal seit der Saisonvorbereitung mit der gewünschten Mannschaft wegen Spieler-Abstellungen arbeiten», meinte Holzhäuser. Auch in dieser Woche seien wieder zwölf Bayer-Profis zu Nationalmannschafts-Einsätzen unterwegs.
Für ein Problem hält er jedoch, dass die Bayer-Elf auch in dieser Saison wieder ähnlichen Leistungsschwankungen unterworfen ist wie im Jahr zuvor. «Wir haben wieder die gleichen Fehler. Wenn wir uns mit spielerischer Klasse nicht durchsetzen können, versuchen wir immer noch nicht, dies durch läuferisches und taktisches Verhalten auszugleichen», kritisierte Holzhäuser. Bayer-Sportdirektor Rudi Völler will dies vor der nächsten Bundesligapartie am 10. September gegen Schalke 04 ansprechen. «Ich werde ihnen sagen, worauf es ankommt. Wir wollen jetzt eine Reaktion sehen», sagte Völler dem Kölner «Express». «Wir haben eine starke Mannschaft. Wir können oben mitspielen. Das ist unser Anspruch.» Man dürfe nun nicht in Hektik verfallen. «Sicher haben wir uns ein paar Punkte mehr erhofft. Aber wir bleiben ruhig und werden erst nach sieben, acht Spielen Bilanz ziehen», so Völler.
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