Hansa Rostock - Werder Bremen (Samstag, 15.30 Uhr) Schluss mit lustig. Nach tagelangen Meisterfeiern steigt beim SV Werder wieder die Konzentration. Laut Torjäger Ailton will sich das Team in Rostock für die peinliche 2:6-Heimschlappe gegen Leverkusen rehabilitieren. Mit Blick auf das Finale im DFB-Pokal eine Woche später gegen Aachen soll im Ostseestadion der Ernstfall geprobt werden. Dem Tabellenneunten aus Rostock winkt bei einem Sieg die beste Platzierung seit sechs Jahren. Mit den gesperrten Rydlewicz und Madsen fehlen jedoch zwei Aktivposten. Hertha BSC - 1. FC Köln (Samstag, 15.30 Uhr) So locker ging es in Berlin seit Monaten nicht zu. Mit dem 1:1 bei den Münchner «Löwen», das den Albtraum von der Zweitklassigkeit beendete, hat sich die Hertha einen finalen Abstiegskrimi erspart. Deshalb standen in den vergangenen Tagen nicht das letzte Saisonspiel gegen Köln, sondern die Personalplanungen für die kommende Saison im Mittelpunkt des Interesses. Nicht viel anders sah es in Köln aus. Dem Absteiger stehen beim vorerst letzten Bundesliga-Spiel nur noch 17 Spieler zur Verfügung. VfL Bochum - Hannover 96 (Samstag, 15.30 Uhr) Im Fernduell mit Dortmund um den letzten UEFA-Cup-Platz lässt Bochums Trainer Neururer nichts unversucht. Markige Sprüche Richtung BVB und ein elfminütiges Video vom Finale im Aufstiegsjahr 2002, das er seinen Spielern wenige Stunden vor dem Spiel gegen Hannover zeigen will, sollen der Erfolgsstory der vergangenen Monate zu einem Happy-End verhelfen. Zeigen die BVB-Profis in Kaiserslautern Nerven, wäre der VfL mit einem Sieg über Hannover erstmals seit der Saison 1997/98 wieder im internationalen Geschäft. Bayer Leverkusen - VfB Stuttgart (Samstag, 15.30 Uhr) Es geht um Millionen: Das Endspiel um die Champions-League-Qualifikation zwischen Leverkusen und Stuttgart verspricht höchsten Unterhaltungswert. Nur ein Jahr nach dem Fast-Abstieg könnte der Tabellenvierte mit einem Sieg den VfB noch von Platz drei verdrängen und im Idealfall sogar noch auf Rang zwei vorrücken. Da trifft es sich gut, dass die Verteidiger Juan und Lucio wohl wieder mitwirken können. Die Abschiedsvorstellung von Trainer Magath auf der VfB-Bank sorgt für zusätzliche Brisanz. Borussia Mönchengladbach - TSV 1860 München (Samstag, 15.30 Uhr) Die einen feiern den Abschied vom Bökelberg, die anderen kämpfen um ihre Existenz. Unterschiedlicher könnte die Lage vor dem Spiel zwischen Gladbach und den «Löwen» nicht sein: Der Elfmeter-Fehlschuss von Kioyo am vorigen Spieltag brachte die Münchner um die Chance, den Absteiger im direkten Duell zwischen beiden Teams zu ermitteln. Ein zweitägiges Trainingslager soll dem Tabellen-17. doch noch zur Rettung verhelfen: Jedoch wäre ein Sieg nur im Falle einer Niederlage von Lautern und einem Punktverlust der Frankfurter von Nutzen. 1. FC Kaiserslautern - Borussia Dortmund (Samstag, 15.30 Uhr) Der Betzenberg soll beben. Um den zweiten Abstieg nach 1996 abzuwenden, mobilisiert der 1. FC Kaiserslautern alle Kräfte. So sprach der Vorstandsvorsitzende Jäggi von einem «der wichtigsten Spiele in der Vereins-Geschichte». Weil die Pfälzer nur drei Punkte vom Abgrund entfernt sind, könnte eine Schlappe fatale Folgen haben. Ohne Wiese, aber mit Lokvenc und Klose wollen die «Teufel» auf Sieg spielen. Eine Niederlage könnte den BVB um die UEFA-Cup-Teilnahme und damit um eine dringend benötigte Millioneneinnahme bringen. VfL Wolfsburg - FC Schalke 04 (Samstag, 15.30 Uhr) Es geht um nichts, doch der Zuspruch der Fans ist beachtlich. Vor ausverkauftem Haus will sich der VfL Wolfsburg mit einem Sieg gegen Schalke gebührend in die Sommerpause verabschieden. Dabei muss Trainer Gerets ohne den verletzen D'Alessandro auskommen. Kapitän Schnoor bestreitet sein 100. Bundesligaspiel für die «Wölfe». Beim Gast fehlen Delura und Kobiaschwili. Obwohl Platz 7 sicher ist, forderte Schalke-Coach von seinen Profis bedingungslosen Einsatz: «Ich dulde keinen Schlendrian. Es geht um drei Punkte und ums Image.»
 |