Klose schon in WM-Form: «Will noch mehr Tore»
Frankfurt/Main (dpa) - 15.08.2005, 12:59 Uhr
Miroslav Klose (r) im Laufduell mit dem Mainzer Benjamin Weigelt.
Nach seinem Treffer zum 2:0-Sieg beim FSV Mainz 05 blieb Miroslav Klose am Boden, den obligatorischen Tor-Salto will der Stürmer von Werder Bremen im Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen die Niederlande wieder zeigen. Der 27-Jährige befindet sich schon zum Saisonstart in WM-Form und hat mit vier Toren in drei Pflichtspielen Ansprüche auf einen Stammplatz in der DFB-Auswahl angemeldet. «Ich habe mir für dieses Jahr noch mehr vorgenommen als in der Vorsaison. Ich will noch mehr Tore schießen und auf dem Platz noch präsenter sein», formulierte Klose seine Ziele für die WM-Saison. Zwei Tore zum Bundesligastart gegen Bielefeld, eins in der Champions-League-Qualifikation in Basel und wieder eins in Mainz - Kloses Quote kann sich sehen lassen und sorgte dafür, dass Werder gut in die Saison gestartet ist. «Kloses Antritt ist der Wahnsinn. Unglaublich, wie der abgeht», staunte FSV-Manager Christian Heidel nach dem starken Auftritt des Nationalspielers am Bruchweg. Dabei läuft es beim Bremer «K & K»-Angriff noch gar nicht optimal. «Wir müssen unsere Laufwege noch besser absprechen», erklärte Ivan Klasnic, der nach Vorarbeit seines Sturmpartners zum 1:0 getroffen hatte.
Dafür überzeugte Klose durch Spielfreude und Engagement. «Er hat eine lange Vorbereitung gehabt, das ist für ihn perfekt», bemerkte Vereinskollege Torsten Frings. Nur zwei Tage hatte Klose sich nach einer Anfang Juni erfolgten Knie-Operation geschont, danach jeweils vier Wochen in der Rehabilitation und im Mannschaftstraining geschuftet. «Deshalb bin ich halt einen Tick weiter als die anderen», begründete er seine Frühform. Geholfen hat ihm dabei auch ein von Bundestrainer Jürgen Klinsmann erstellter individueller Trainingsplan. «Jeder muss da das Seine herausholen. Ich merke, dass ich stabiler werde. Aber die letzten Prozent müssen immer von dir selbst kommen», meinte Klose. Nachdem er wegen des Eingriffs beim Confederations Cup nur zuschauen konnte, wird er in Rotterdam an der Seite von Kevin Kuranyi zum 47. Mal für Deutschland stürmen. «Ich bin sehr froh, dass es so gut läuft. Das Länderspiel ist natürlich etwas Besonderes», sagte der Bremer. Die Philosophie des Bundestrainers hat er längst verinnerlicht und versucht sie auch in Bremen anzuwenden. «Wenn der Gegner eher gepresst wird, bekommen die Stürmer mehr Bälle. Das System kann natürlich noch verfeinert werden», sagte Klose, der keine Probleme mit dem operierten Knie hat. Im Prestigeduell mit den «Oranjes» will er seine Treffsicherheit erneut unter Beweis stellen. Denn Tore sind die besten Argumente im längst entbrannten Kampf um einen Stammplatz. «Wer nicht weiß, was 2006 auf uns zu kommt, ist Fehl am Platze», sagte Klose.
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