Mannschaft der Stunde bleibt aber der Hamburger SV, der nach dem Auftaktsieg gegen Nürnberg und dem Erfolg gegen Valencia im ersten UI-Cup-Finale auch bei Arminia Bielefeld mit 2:0 gewann. Hauptdarsteller bei den Hanseaten waren einmal mehr die Torschützen Sergej Barbarez und der Niederländer Rafael van der Vaart. «Wir haben eine tolle Truppe. Und wenn wir weiter alle an einem Strang ziehen, kann der HSV noch viel erreichen», kündigte Kapitän Daniel van Buyten an. Für die Ostwestfalen hat hingegen nach der zweiten Niederlage schon wieder der Kampf gegen den Abstieg begonnen. Ein Torfestival und einen FCK-Mittelstürmer in Topform erlebten über 30 000 Zuschauer im Fritz-Walter-Stadion beim 5:3-Sieg des 1. FC Kaiserslautern gegen den unbekümmert aufspielenden Aufsteiger MSV Duisburg. Voll des Lobes zeigten sich die Pfälzer Profis über ihren Angreifer Halil Altintop, der mit einem Dreierpack für den ersten Punkte-Dreier der Lauterer sorgte. Duisburgs Clubchef Walter Hellmich meinte: «Wir sind zwar in der Bundesliga angekommen, müssen aber noch Lehrgeld zahlen.» Ein Last-Minute-Treffer von Kasper Bögelund rettete Borussia Mönchengladbach immerhin ein 1:1 gegen den vom früheren Borussen- Coach Holger Fach trainierten VfL Wolfsburg. Trotz des glücklichen Remis wollte bei den Gladbachern keine Freude aufkommen. «Mir hat der Auftritt der Mannschaft überhaupt nicht gefallen», sagte Mönchengladbachs Sportdirektor Peter Pander nach dem Duell mit seinem früheren Club. Trainer Fach ärgerte sich nach der Führung durch Mike Hanke zwar über den späten Ausgleich, war aber mit der Leistung seines Teams zufrieden. «Die Mannschaft findet sich langsam zur Einheit», sagte der VfL-Coach. Auch der Torschützenkönig der vergangenen Saison, Marek Mintal, erzielte in allerletzter Sekunde den 1:1-Ausgleich für den 1. FC Nürnberg gegen Hannover und bescherte seinem Präsidenten Michael A. Roth zum 70. Geburtstag wenigstens einen Punkt. Einen klassischen Fehlstart leistete sich Neuling Eintracht Frankfurt mit der 0:2- Niederlage bei Hertha BSC. Ein Eigentor von Arie van Lent und ein Treffer von Oliver Schröder besiegelten das Schicksal der Hessen.
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