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Die Notizen vom 2. Spieltag

14.08.2005, 12:59 Uhr

Nürnbergs Präsident Michael A. Roth schenkte den Fans einen Gutschein.
Nürnbergs Präsident Michael A. Roth schenkte den Fans einen Gutschein.

GEBURTSTAGS-WÜRSTCHEN: Sein größter Wunsch waren drei Punkte, doch Michael A. Roth musste sich an seinem 70. Geburtstag mit einem Zähler seines 1. FC Nürnberg zufrieden geben. An Glückwünschen hat es dem «Club»-Präsidenten aber nicht gemangelt. Von Bayerns Innenminister Günther Beckstein bis DFL-Präsident Werner Hackmann reichte die Gratulanten-Schar im Frankenstadion. In einem offenen Mini-Cooper drehte der 1,63 Meter große Teppichhändler samt FCN-Fahne eine Ehrenrunde und zeigte sich zudem spendabel. Jeder der 28 349 Zuschauer des Spiels gegen Hannover 96 bekam ein Würstchen und ein Freigetränk.

MARSCHALL-PLAN: Stolz wie Oskar war Kaiserslauterns Team-Manager Olaf Marschall nach dem gelungenen Auftritt des von ihm ausfindig gemachten «Jokers» Boubacar Sanogo, der beim 5:3 gegen den MSV Duisburg den vorentscheidenden Treffer zum 4:3 erzielte. Nach dem aus Kostengründen vorgenommenen Rück-Transfer des wechselwilligen Griechen Ioannis Amanatidis zu Eintracht Frankfurt ließ sich der ehemalige Top-Torjäger Videos vom Nachfolge-Kandidaten zusenden. Vor Marschalls geübtem Stürmer-Auge bestand der für den Ali Ain Club in den Vereinigten Arabischen Emirate stürmende 22-Jährige auf Anhieb. Marschall: «Das ist 'ne Perle, einer, der hat was.»

DEBÜTANTEN-PARK: In der erst einjährigen Geschichte des Borussia-Parks in Mönchengladbach hat sich die Spielstätte als idealer Ort für Torpremieren präsentiert. Kasper Bögelund gelang gegen Wolfsburg bereits als drittem Gladbacher Spieler beim Heimdebüt der erste Treffer. Zuvor hatten dieses Kunststück Marek Heinz (gegen Werder Bremen) und Craig Moore (gegen Arminia Bielefeld) geschafft. Der Belgier Wesley Sonck erzielte gleich zwei Treffer in seinem ersten Heimspiel von Beginn an im neuen Debütanten-Park.

HSV-OMEN: 14 Jahre spielte Thomas von Heesen beim Hamburger SV. Mit dem HSV gewann er vier Titel, unter anderem den Europapokal 1983. Mit Hamburgs Sportchef Dietmar Beiersdorfer und HSV-Coach Thomas Doll spielte von Heesen 1990/91 zusammen in einer Mannschaft. Am Samstag standen sich von Heesen als Trainer von Arminia Bielefeld und sein Ex-Club zum ersten Mal als Gegner gegenüber. 2:0 für den HSV, der durch den Erfolg in Bielefeld erstmals seit 1986/87 wieder mit zwei Siegen in Serie in eine Saison startete. Ein gutes Omen? Am Ende der Spielzeit 1986/87 gewann der HSV den DFB-Pokal - mit von Heesen.

UMBAU-MINUS: Pünktlich zum ersten Heimspiel der Saison gegen den FC Schalke sind die Umbauarbeiten im Dortmunder Westfalenstadion für die Weltmeisterschaft weitgehend abgeschlossen. Die Spieler konnten sich in komfortableren Kabinen umziehen, die Zuschauer auf neuen Sitzen Platz nehmen, die Journalisten sich an besseren Arbeitsbedingungen erfreuen. Einen Nachteil hat das Ganze: Statt knapp 83 000 finden «nur» noch 81 264 Zuschauer Platz. Dennoch bleibt die Heimstätte von Borussia Dortmund das größte Fußballstadion Deutschlands.


SIEG-GARANT: Ohne Yildiray Bastürk kann Hertha nicht gewinnen - mit ihm schon. Das war in der vergangenen Saison so, und das ist diese Saison so. Gegen Eintracht Frankfurt feierte der kleine Türke nach einem Innenbandanriss im Knie sein Comeback, und Berlin siegte sofort. Die Beschwerden im Knie sind zwar noch nicht ganz überwunden, trotzdem plant Bastürk für diese Woche einen Trip zur türkischen Nationalelf. «Gegen Bayern in zwei Wochen will ich dann wieder ganz fit sein», erklärte der Mittelfeldspieler.

WELT-JUGENDTAG: Nach dem Abpfiff der Partie gegen Bayern München begannen in der Leverkusener BayArena die Umbauarbeiten für den Weltjugendtag. Vor der Südtribüne des Stadions wurde eine 17 x 6 Meter große Bühne errichtet, auf der am Tag nach dem Fußballspiel 17 000 freiwillige Helfer des Weltjugendtages eine Heilige Messe feierten. Allein die Ausgabe der Heiligen Kommunion an die 17 000 Gläubigen war eine organisatorische Herausforderung. Bis zu 100 Priester wurden als Kommunions-Helfer gewonnen. Der Medienraum des Stadions wurde in der Nacht zur Sakristei umgebaut, aus dem Doping-Kontrollraum wurde das Tabernakel.

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