Fans des Bundesligisten Hannover 96 feiern im Stadion.
TUNNEL-TROST: Mit einem Dusel-Strafstoß erzielte HSV-Interimskapitän Sergej Barbarez die wichtige 2:0-Pausenführung der Hanseaten. Nach dem glücklich durch die Beine von Nürnbergs Torhüter Raphael Schäfer ins Tor gelangten Elfmeterchen jubelte der Bosnier nicht, sondern blieb erleichtert am Elfmeterpunkt stehen. Danach ging er fast schon entschuldigend zum getunnelten Schäfer, sprach tröstende Worte und bekam dafür einen Tipp. «Er hat gesagt, nächstes Mal soll ich mir eine Ecke aussuchen», sagte Barbarez nach dem Strafstoß in die Mitte des FCN-Tores.
DOUBLETTE: Die Stadt Bremen hat ihrem Werbeträger Nummer eins eine besondere Auszeichnung zukommen lassen: Kurz vor Saisonbeginn überreichte Bürgermeister Henning Scherf der Werder-Geschäftsführung und Trainer Thomas Schaaf im Rathaus eine aus 925er Silber gearbeitete Doublette der Meisterschale. Scherf erfüllte damit ein Versprechen, das er auf der Meisterfeier 2004 gegeben hatte. Die wertvolle Schale darf Werder im Gegensatz zur echten auch behalten.
PATENWOLF: Der VfL Wolfsburg hat die Patenschaft für einen «neuen» Wolf übernommen. Im Tausch mit der bisherigen Paten-Wölfin «Adele», die jetzt im Tierpark Nordhorn lebt, kamen die Timberwölfe Lakota und Akira vor zwei Wochen in den Zoo Hannover. Der VfL hat die Patenschaft für Akira übernommen. Sie ist sechs Jahre alt und stammt aus dem Bärenpark in Worbis.
TOP-TORJÄGER: Diego Klimowicz ist die neue Nummer eins in der ewigen Bundesliga-Torjägerliste vom VfL Wolfsburg. Der Argentinier schoss gegen Borussia Dortmund seinen 40. Treffer im VfL-Trikot und zog damit an Andrzej Juskowiak vorbei, der in seiner Zeit beim VfL insgesamt 39 Mal getroffen hatte. «Ich bin froh, das Tor gleich zu Beginn der Saison geschossen zu haben. Jetzt ist der Druck weg», sagte Klimowicz.
HEILENDE HÄNDE: Nach seinem ersten Bundesligatreffer nach vier Jahren und vier Monaten sprintete MSV-Profi Abdelaziz Ahanfouf zum Duisburger Physiotherapeuten Mashiro Nakashita und bejubelte mit dem Japaner den 1:1-Ausgleich. Der Masseur, einst mit Pierre Littbarski aus Fernost gekommen, hatte den Torjäger nach einer schmerzhaften Schienbeinprellung in dieser Woche mit Akupunktur und ätherischen Ölen behandelt. Für Ahanfouf besonders wichtig: Er wollte unbedingt einen Treffer gegen seinen früheren Stuttgarter Mitbewohner Timo Hildebrand erzielen.
ENTSCHULDIGUNG: Jürgen Klopp ist am Spielfeldrand höchst emotional. Nahezu jede Aktion seiner Mainzer begleitet der Mainzer Chefcoach mit Gebärden, Gesten, Gesichtsausdrücken. Aber nach dem Spiel ist der 38-Jährige stets höflich und um Entspannung bemüht. So tat Klopp auch öffentlich Abbuße bei einem WDR-Hörfunkreporter, den er nach dem 0:1 in Köln der fußballerischen Ahnungslosigkeit bezichtigt hatte. Es wunderte nicht, dass die Mainzer für ihr Bundesliga-Auftreten mit dem Fairplay-Preis des Bundesinnenministers ausgezeichnet werden, den ihnen am 14. Oktober in Düsseldorf Ski-Olympiasiegerin Rosi Mittermaier überreichen wird.
LADEHEMMUNG: Ein Systemausfall hat beim Spiel von Hannover 96 gegen Hertha BSC mehrere neue Aufladestationen in der AWD-Arena lahmgelegt. Zuschauer, die ihre Arena-Cards aufladen wollten, um bargeldlos Bier und Würstchen zu bestellen, mussten lange Wartezeiten in Kauf nehmen. Der Verein entschuldigte sich in aller Form bei den Fans für die «Ladehemmung», versprach Abhilfe für das nächste Heimspiel und zahlte das Pfandgeld für die Becher wie in alten Fußball-Zeiten in bar aus.