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Lincoln droht längere Sperre nach Spuckattacke

Frankfurt/Main (dpa) - 03.08.2005, 12:34 Uhr

Schiedsrichter Lutz Wagner zeigt dem Schalker Lincoln (Nr. 10) die Rote Karte.
Schiedsrichter Lutz Wagner zeigt dem Schalker Lincoln (Nr. 10) die Rote Karte.

Ligapokal-Sieger Schalke 04 muss nach den Platzverweisen für seine Rot-Sünder Lincoln und Kevin Kuranyi mit Auswirkungen auch auf die Saison der Fußball- Bundesliga rechnen.

Der DFB-Kontrollausschuss wird wie nach jedem Platzverweis über Anklage und Sperren gegen die Spieler entscheiden. Nach den Roten Karten für das Duo beim 1:0-Finalsieg Schalkes gegen den VfB Stuttgart in Leipzig könnte spätestens am Tag des Liga-Auftakts das Sportgericht tagen, um die Rechtslage noch vor dem ersten Pflichtspiel von Schalke, das zum Abschluss des ersten Spieltags gegen den 1. FC Kaiserslautern antritt, zu klären.

Sieg-Torschütze Kuranyi war nach einem Foul an seinem Gegenspieler Silvio Meissner (67.) von Schiedsrichter Lutz Wagner (Hofheim) vom Platz gestellt worden. Lincoln (90.) hatte nach einer Spuckattacke gegen den Stuttgarter Thomas Hitzlsperger Rot gesehen.

Lincoln droht eine harte Strafe, die sich auch am Italiener Totti orientieren könnte, der nach seiner Spuckaffäre bei der EM 2004 in Portugal (0:0 gegen Dänemark) mit drei Spielen Sperre belegt wurde. «Spucken gehört zu den schwersten sportrechtlichen Vergehen», betonte DFB-Pressesprecher Harald Stenger. Damit wird der im zentralen Mittelfeld für Schalke so wichtige Brasilianer dem Team zum Saisonauftakt mit größter Sicherheit fehlen.

Kuranyi könnte mit einem «Blauen Auge» davon kommen und eventuell nur wettbewerbsintern im künftigen Ligapokal ausgeschlossen werden. Entscheidend wird die Bewertung des Fouls sein, zu dem sich der Nationalspieler nach zwei Fouls zuvor an ihm hatte hinreißen lassen. Der Dortmunder Sebastian Kehl war 2003 im Ligapokal-Finale gegen den HSV nach einem Schubser am Schiedsrichter für sechs Bundesliga-Spiele gesperrt worden.


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