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Lauth träumt von der WM: Verletzungsfrei bleiben

Hamburg (dpa) - 03.08.2005, 13:11 Uhr

Benjamin Lauth sprintet im Januar gegen Mainz dem Ball hinterher.
Benjamin Lauth sprintet im Januar gegen Mainz dem Ball hinterher.

Der Traum von der Weltmeisterschaft ist für Benjamin Lauth riesengroß, doch sein sehnlichster Wunsch ist ein anderer. «Ich hoffe, dass ich endlich von Verletzungen verschont bleibe», sagte der Stürmer, der auf eine schier unglaubliche Pechsträhne zurückblickt.

Innerhalb von nur zwölf Monaten verletzte sich der Angreifer gleich drei Mal und kam deshalb erst auf zehn Bundesliga-Einsätze für den Hamburger SV. Jetzt aber konnte er die komplette Vorbereitung absolvieren, trumpfte mit einem Treffer à la Tor des Monats im UI-Cup auf und will die Bewährungsprobe Bundesliga nutzen, um noch auf den WM-Zug aufzuspringen.

«Das kann Bennys Jahr werden. Ihn reizt die WM. Wenn er gesund bleibt, stoppt ihn keiner», sagte HSV-Sportchef Dietmar Beiersdorfer. Lauth selbst, öffentlich ohnehin eher ein Typ leiser Töne, bleibt zurückhaltend. «Erstmal muss ich beim HSV meine Leistung bringen und Stammspieler werden. Dann kommt alles andere von selbst», sagte er. Der talentierte Stürmer, der am 4. August 24 Jahre alt wird, lässt lieber Taten und Tore sprechen. In der Vorbereitung auf die neue Saison deutete er beim Traumtor im UI-Cup gegen Leiria seine Klasse an. «Es gibt keine fünf Spieler in der Bundesliga, die das machen», lobte Beiersdorfer Lauths schlitzohrigen Schlenzer zum 2:0.

Vier Treffer gelangen ihm in der vergangenen Saison, dazu zwei märchenhafte Comebacks. Im August 2004 erzielte er beim 4:3 gegen Nürnberg als «Joker» den Siegtreffer, im Januar dieses Jahres war er nach Verletzungspause mit dem entscheidenden 2:1 gegen Mainz zur Stelle. Von Trefferquoten à la Lauth kann die Konkurrenz im eigenen Lager nur träumen: Der Belgier Emile Mpenza kam in 26 Spielen auf ebenfalls vier Tore, der Japaner Naohiro Takahara «knipste» in 31 Spielen nur sieben Mal.

Noch fehlen Lauth Spielpraxis und vor allem Wettkampfhärte, aber er spürt Besserung. «Ich habe das Gefühl, dass Fitness und Frische zurückkommen», sagte Lauth, der beim mühsamen Marsch durch die Reha-Maßnahmen jede Menge Geduld aufbringen musste. «Das war ein Seuchen-Jahr. Aber es war ein gutes Gefühl, dass der Trainer immer an mich geglaubt hat», meinte der frühere Spieler des TSV 1860 München. «Und dieses Vertrauen möchte ich jetzt zurück geben.»

Wenn die am 17. April 2004 durch den ersten von zwei Fußbrüchen geöffnete Krankenakte Lauth endlich geschlossen bleibt, dann zählt der fünfmalige Nationalspieler auch wieder zu den Kandidaten für einen Platz im Weltmeisterschafts-Kader. «Er steht mit Sicherheit in unserem Notizblock», hatte Nationalteam-Assistenzcoach Joachim Löw mehrfach beteuert. Und damit dem HSV-Stürmer, der am 18. Februar 2004 beim 2:1 in Kroatien letztmals für die DFB-Auswahl auflief, Hoffnungen auf die WM gemacht.


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