Tomasson hat beim VfB Stuttgart Großes vor
Irdning (dpa) - 19.07.2005, 15:52 Uhr
Jon Dahl Tomasson in Aktion.
Nach dem zweiten geglücktem Coup ist beim VfB Stuttgart endgültig der Optimismus eingekehrt. Der vom AC Mailand verpflichtete Stürmerstar Jon Dahl Tomasson will mit dem VfB in der Fußball-Bundesliga ganz oben mitspielen. «Wir wollen schon besser sein als der fünfte Platz, wir wollen in die Champions League», sagte der 28-jährige Däne im österreichischen Irdning bei seiner offiziellen Vorstellung. «Dieser Transfer ist für jeden einzelnen beim VfB ein Zeichen, wohin es gehen soll: Nämlich nach oben», betonte Manager Jochen Schneider. Über die Transfermodalitäten macht das VfB-Management weiter keine Angaben und verweist darauf, dass mit dem AC Mailand Stillschweigen vereinbart worden sei. Klar ist, dass für den 75-maligen dänischen Nationalspieler ein großer Teil der etwa 22 Millionen Euro Transfer-Erlöse für Kevin Kuranyi (FC Schalke 04) und Alexander Hleb (FC Arsenal London) reinvestiert wurden. Entweder für eine Ablösesumme von geschätzten unter zehn Millionen Euro, was den teuersten Einkauf der VfB-Geschichte bedeuten würde, oder über die Variante, dass die Schwaben bis 2009 Tomassons fürstliches Gehalt übernehmen.
Die Investition soll sich für den Bundesliga-Fünften auf jeden Fall rechnen. Auf eine Trefferquote wollte sich Tomasson jedoch nicht festlegen lassen: «Ich sage nie, wie viele Tore ich erzielen will. Wichtig ist, dass das Team erfolgreich spielt.» Der Champions-League-Sieger 2003 und UEFA-Cup-Gewinner mit Feyenoord Rotterdam 2002 entschied sich für den VfB und gegen Benfica Lissabon, «weil Stuttgart ein ambitionierter Verein ist, die Gespräche sehr angenehm waren und ich mich sofort wohl fühlte». Trainer Giovanni Trapattoni, der dank seiner Kontakte den Transfer mit eingefädelt hatte, war für Tomasson ein weiterer entscheidender Grund. Ob der Däne als alleiniger Stürmer, mit Cacau oder Marco Streller als Angriffsduo oder entsprechend der ihm zugeteilten Rückennummer zehn hinter den Spitzen agiert, ließ Trapattoni offen. «Er kann alleine vorne spielen. Es gibt bei uns keine Nummer zehn wie Hleb. Die Gruppe ist wichtig», erklärte der 66-jährige Italiener. |