Lizenz für Hansa gesichert - Landesbürgschaft
Rostock (dpa) - 12.05.2005, 15:42 Uhr
Manfred Wimmer (r) und Trainer Jörg Berger bei der Lizenz-Pressekonferenz.
Der FC Hansa Rostock kann seine Planungen für die 2. Liga forcieren. Der Lizenzerteilung durch die Deutsche Fußball Liga (DFL) für den designierten Bundesliga-Absteiger steht durch eine Bürgschaft des Landes Mecklenburg-Vorpommern nichts mehr im Weg. «Dadurch sind die Weichen für die Lizenzerteilung gestellt», sagte Hansas Vorstandsvorsitzender Manfred Wimmer. Rostock hatte die Lizenz für die 2. Liga nur unter Auflagen und Bedingungen erhalten. Bis zum 8. Juni müssen ein neuer Hauptsponsor, geplante Transfereinnahmen und weitere Kontokorrentlinien nachgewiesen werden. Mit der Bürgschaft will die Landesregierung die Position des Clubs in seinen Verhandlungen mit den Banken und Sponsoren stärken. Zwar stehe die abschließende Entscheidung des Bürgschaftsausschusses noch aus. «Aber die Signale sind positiv», sagte Ministerpräsident Harald Ringstorff. «Hansa ist ein wichtiger Image- und Wirtschaftsfaktor für unser Land. Dazu steht die Landesregierung.» Die Bürgschaft dient vor allem den Kredit gebenden Banken als Sicherheit.
Zugleich erteilte der Vorstandschef abwanderungswilligen, aber vertraglich für die 2. Liga gebundenen Spielern eine Abfuhr. «Keiner darf glauben, dass er unter dem Alibi, uns mit seinem Weggang noch Transfergelder zu bringen, gehen kann», meinte der 50-Jährige. Der Verein sei in der Lage, finanzielle Dinge zu regeln, ohne Spieler zu verkaufen. 13 Akteure haben trotz des Abstieges gültige Kontrakte, darunter auch Thomas Rasmussen der mit dem 1. FC Nürnberg in Verbindung gebracht wird. Kapitän Mathias Schober kann für eine festgeschriebene Ablösesumme von 400 000 Euro den Club verlassen.
|