BVB im Umbruch: Gehaltsreduktion auf 28 Millionen
Dortmund (dpa) - 02.05.2005, 16:07 Uhr
Der Dortmunder Florian Kringe bejubelt seinen Treffer.
Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund treibt seine Neustrukturierung voran, ohne dabei den Weg der Konsolidierung zu verlassen. BVB-Präsident Reinhard Rauball informierte in Dortmund ausführlich über personelle Planungen und maßvolle Investitionen für die kommende Spielzeit. Wichtigster Punkt: Die Kosten für den Lizenzspieler-Kader sollen weiter von derzeit 35 auf 28 Millionen Euro reduziert werden. «Damit ist kein Luxuskader möglich», sagte Rauball, der auch zwei neue Personalien präsentierte. So verlängerte Florian Kringe seinen Vertrag vorzeitig bis 2008. Der 22-jährige Mittelfeldspieler, der in dieser Saison unter Trainer Bert van Marwijk zum Stammspieler wurde, kam bereits mit 13 Jahren zum BVB und durchlief dort alle Nachwuchsteams. Von 2002 bis 2004 war der Siegerländer Kringe an den 1. FC Köln ausgeliehen. Klar ist auch, dass Torwart Bernd Meier vom Zweitligisten LR Ahlen bald in Dortmund spielen wird. Mit dem 33-Jährigen sei schon Einigung erzielt worden, allerdings stünden abschließende Gespräche mit Ahlen aus, so Rauball. Meier soll beim BVB den in seine Heimat zurückkehrende Franzosen Guillaume Warmuz als Ersatzmann hinter Roman Weidenfeller ersetzen.
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Definitiv verlassen werden den Verein auch Sunday Oliseh, Andre Bergdölmo, Guy Demel, der Brasilianer Thiago und Malte Metzelder, deren Verträge auslaufen. Auch mit Juan Fernandez (Kontrakt bis 2006) wird nicht mehr geplant. Mit dem Argentinier soll über die vorzeitige Vertragsauflösung verhandelt werden. So war man schon mit Evanilson verfahren. Anders liegen die Fälle Otto Addo und Ahmed Madouni. Beide Profis würde der BVB gern zu reduzierten Bezügen halten. Offenbar waren die Angebote aber so unattraktiv, dass auch hier die Zeichen auf Trennung stehen. «Es ist ein erheblicher Umbruch. Dennoch werden wir wieder eine gute Mannschaft haben», sagte Rauball. Als Neuzugänge stehen bisher Delron Buckley (Arminia Bielefeld) und der Schweizer Nationalspieler Philipp Degen (FC Basel) fest. Der zunächst ausgeliehene Ebi Smolarek wurde von Feyenoord Rotterdam gekauft. Auch auf anderem Gebiet laufen die Planungen auf Hochtouren. Mit dem Bau des Trainingsgeländes könne voraussichtlich im Juli begonnen werden, kündigte der BVB-Chef an. Man habe für das Projekt, das wegen finanzieller Probleme lange auf Eis lag und nun in abgespeckter Form realisiert wird, einen Investor gefunden. Auch die Finanzierung für die vom Weltverband FIFA geforderte, rund sechs Millionen Euro teure Modernisierung des Westfalenstadions für die WM 2006 scheint durch einen Investor gesichert. Die Arena wird nach dem Umbau in der Liga nur noch 81 300 statt 83 000 Besuchern Platz bieten. Die Verträge mit den Investoren für beide Projekte sind aber noch nicht unterzeichnet.
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