Nach dem Schulterschluss in der Chefetage will Fußball-Bundesligist Hannover 96 mit einem Heimsieg über den 1. FC Nürnberg die Chancen auf die Teilnahme am UI-Cup wahren.
«Wir werden alles für einen versöhnlichen Saisonabschluss tun», versprach Trainer Ewald Lienen, der den Hauskrach mit Manager Ilja Kaenzig beendet hat. Seine Mannschaft blieb mit nur zehn Punkten und sieben Toren seit Jahresbeginn nahezu alles schuldig und verdankt nur einem unerwartet starken Hinrunde, dass sie jetzt nicht in Abstiegsgefahr schwebt.
Zu allem Überfluss reißen bei den harmlosen Niedersachsen, die zuletzt bei drei Niederlagen in Folge kein Tor schossen, die Personalprobleme in der Offensiv nicht ab. Thomas Christiansen (Kapselverletzung), Daniel Stendel (Knieprobleme), Veljko Paunovic (Adduktorenentzündung) und Leandro (Muskelfaserriss) spielen in Lienens Planungen keine Rolle, die beiden letzteren haben mit dem Kapitel Hannover bereits abgeschlossen und werden den Verein verlassen.
Nürnbergs Trainer Wolfgang Wolf hat seine Elf vor verfrühter Zufriedenheit im Abstiegskampf gewarnt. «Wir stehen vor der Ziellinie, aber wir sind noch nicht drüber», sagte er. Der «Club»-Coach feiert am 30. April - einen Tag vor dem Gastspiel in der AWD-Arena - Jubiläum. Seit zwei Jahren ist der frühere Coach des VfL Wolfsburg Trainer bei den Franken. Am 30. April 2003 hat der frühere Bundesliga-Profi das Amt bei den Nürnbergern angetreten.