Der Gladbacher Sportdirektor schließt zwar eigene Fehler nicht aus, sitzt aber fest auf seinem Stuhl. «Ich habe dem Club gegenüber eine Verantwortung. Ich stehe hier seit 23 Jahren in Lohn und Brot. Ich haue nicht ab, wenn es eng wird», sagte Hochstätter, der zum einen seit über zwei Jahren vergeblich versucht, einen Trainer fest zu installieren. Zudem wird dem Sportdirektor eine Mitschuld an der wilden Personalpolitik in der laufenden Saison vorgeworfen. Noch während der Vorstellung von Köppel postierten sich Fans mit einem großen Spruchband vor die Gladbacher Geschäftsstelle: «Herr Hochstätter, auch ihre Zeit ist abgelaufen.» Der Sportdirektor nahm es gelassen. «Ich muss mit dieser Kritik leben.» Die Gladbacher Profis wurden am trainingsfreien Tag mit der neuen Situation konfrontiert. Kapitän Christian Ziege sagte: «Advocaat hat sich immer vor die Mannschaft gestellt und die Kritik eingesteckt. Dahinter haben sich auch einige versteckt.» Für die suspendierten Spieler Marcelo Pletsch, Igor Demo und Markus Hausweiler gibt es keinen Weg zurück ins Profiteam. «Die drei Spieler werden bei den Amateuren bleiben. Dies ist ein Vorstandsbeschluss», sagte Hochstätter. Dass Köppel über die Saison hinaus erste Wahl als Cheftrainer bleibt, schlossen die Verantwortlichen nicht aus. «Diese Möglichkeit ist vorhanden», sagte Hochstätter. Köppel selbst meinte: «Man sollte nie nie sagen. Aber das steht noch in den Sternen.»
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