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Rummenigge fordert mehr TV-Geld

Hamburg (dpa) - 17.04.2005, 11:39 Uhr

Karl-Heinz Rummenigge beobachtet ein Spiel vom FC Bayern München.
Karl-Heinz Rummenigge beobachtet ein Spiel vom FC Bayern München.

Karl-Heinz Rummenigge und Günter Netzer haben sich für mehr Exklusivrechte des Pay-TV-Senders Premiere ausgesprochen, um der Fußball-Bundesliga höhere Einnahmen über die Fernsehrechte zu verschaffen.

Netzer plädiert deshalb für eine neue Spielplan-Struktur im Profifußball mit Punktspielen wie in England am Samstagmittag. «Der deutsche Fan muss sich fragen, was er will: Das Gewohnheits-Recht, alle Spiele an zwei Tagen und zeitnah im Free-TV zu sehen? Oder eine Liga, die wieder wettbewerbsfähig ist? Aber die schafft man nur mit Mehreinnahmen aus dem Fernseh-Geschäft. Dann müsste man Premiere die Möglichkeit geben, das Programm auszuweiten, mit mehr Exklusivität als bisher», sagte Netzer der «Bild am Sonntag».

Auch Rummenigge fordert als Vorstandschef des FC Bayern München schon länger höhere TV-Einnahmen für die deutschen Top-Vereine und macht die Verteilung der Fernsehgelder erneut mitverantwortlich für die ausbleibenden internationalen Erfolge der DFB-Vertreter. So war sein FC Bayern im Champions-League-Viertelfinale gegen den FC Chelsea als letztes deutsches Team im Europapokal gescheitert. «Dieser Verteilerwahnsinn hat dazu geführt, dass wir seit 2001 nicht mehr weiter als bis ins Viertelfinale gekommen sind. Muss ein Club wie Freiburg fast dasselbe Geld haben wie Bayern?», sagte Rummenigge in einem Interview mit der Münchner «Abendzeitung».

Anstatt wie bisher alle Bundesligisten bei der Verteilung der Einnahmen durch die Übertragungsrechte möglichst gleich zu behandeln, sollten größere Vereine nach Ansicht Rummenigges von der Deutschen Fußball-Liga (DFL) mehr Geld erhalten. «Wenn nicht ein totales Umdenken bei der Verteilung zu Gunsten der Liga-Zugmaschinen stattfindet, wird der deutsche Fußball in Europa ein Problem kriegen.» Deshalb sprach sich wie Netzer auch Rummenigge dafür aus, Premiere mehr Exklusivrechte zu übertragen. Denn im Vergleich zu anderen europäischen Spitzenclubs erhalte der FC Bayern weit weniger Geld aus den Vermarktungsrechten der Liga, sagte Rummenigge.


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