Vier Monate nach dem Bundesligaaufstieg von Fortuna Düsseldorf ist ein Fan des Vereins wegen des Abfackelns eines Bengalos in der Düsseldorfer Innenstadt verurteilt worden.
Das Amtsgericht Düsseldorf verhängte eine dreimonatige Bewährungsstrafe gegen den 28 Jahre alten Elektriker aus Monheim. Der Richter ging nicht nur von einem Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz, sondern auch von versuchter gefährlicher Körperverletzung aus. Als Bewährungsauflage muss der Fortuna-Fan und Dauerkartenbesitzer 500 Euro an eine wohltätige Einrichtung zahlen. Zudem wurde ihm für die laufende Saison jeglicher Stadionbesuch verboten.
Der Angeklagte hatte sich in der Nacht zum 16. Mai nach dem 2:1-Sieg gegen Hertha BSC mit Freunden in der Düsseldorfer Altstadt getroffen. In angetrunkenem Zustand hatte er dort gegen ein Uhr inmitten einer dichten Menschenmenge eine Handfackel gezündet und «damit billigend in Kauf genommen, dass andere verletzt werden», sagte der Richter.
Während der Partie hatten Fans beider Vereine im Stadion zahlreiche Bengalos gezündet. Düsseldorfer Anhänger stürmten kurz vor dem Abpfiff den Platz und sorgten damit für tumultartige Szenen.