Hannover-Boss Kind trifft sich mit Ultra-Fans
Hannover (dpa) - 13.09.2012, 14:23 Uhr
Martin Kind hat sich mit Ultra-Fan-Gruppierungen getroffen. Foto: Peter Steffen
Martin Kind, Präsident von Fußball-Bundesligist Hannover 96, hat sich am vergangenen Dienstag mit drei Vertretern der Hannover Ultra-Fans und einer Gruppe des Fan-Projekts zu einem Krisen-Gespräch getroffen. Dies bestätigte Kind auch der «Bild-Zeitung». «Ja, es gab dieses Treffen. Das Gespräch war kritisch, aber konstruktiv. Teilweise haben wir diskutiert. Ich habe unsere Positionen noch einmal verdeutlicht. Ich denke, es hat dem Klima insgesamt geholfen», sagte der 96-Chef. Grund des Gespräches waren verschiedene Vorkommnisse in den vergangenen Wochen. Die Anhänger des Clubs hatten beim letzten Bundesliga-Spiel in Wolfsburg den ehemaligen 96er Emanuel Pogatetz («Pogatetz - du Hure«) auf das übelste beleidigt. Kind bezeichnete die Fans daraufhin in drastischer Form als «Arschlöcher» und fügte hinzu: «Das ist im vollen Umfang abzulehnen. Wir können uns nur entschuldigen.» In der Unterredung machte die Ultra-Gruppe jedoch deutlich, dass sie damit nichts zu tun habe. «Das glaube ich ihnen auch», entgegnete Kind in der «Bild-Zeitung».
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Für großen Ärger sorgte auch eine Flagge mit dem Konterfei des Serienmörders Fritz Haarmann. Zum wiederholten Male hielten die 96-Anhänger unlängst im eigenen Stadion eine Fahne mit dem Bild des gebürtigen Hannoveraners hoch. Kind machte deutlich: «Geht gar nicht - und ist verboten. Wir werden alles tun, was wir machen können, damit die Fahne Samstag gegen Werder nicht im Stadion ist.» Auch das Abbrennen von Pyrotechnik ist dem 68-Jährigen weiterhin ein Dorn im Auge. Zum wiederholten Male zündeten Fans Leuchtfeuer und Böller. In der vergangenen Europa-League-Saison mussten die Niedersachsen mehr als 60 000 Euro an die UEFA zahlen. «Da sind wir auch in gar keiner Weise gesprächsbereit. Unser Stadion ist kein rechtsfreier Raum», stellte Kind klar.
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