Rummenigge kritisiert Experten-Meinungen zu Martínez
München (dpa) - 13.09.2012, 14:03 Uhr
Die Erwartungen an Javier Martínez sind hoch. Foto: Andreas Gebert
Karl-Heinz Rummenigge hat sich kritisch über die vielen Experten-Meinungen zum Transfer von Bayern Münchens 40-Millionen-Mann Javier Martínez geäußert. «Gut, dass es früher keine Experten gab. Man möchte nicht wissen, wie viele Experten nach dem 3:8 gegen Ungarn bei der WM 1954 den Rauswurf von Sepp Herberger gefordert und damit das Wunder von Bern verhindert hätten», schreibt Rummenigge im Vorwort des Bayern-Magazins vor dem Spiel am Samstag gegen den 1. FSV Mainz 05. Er könne versprechen, dass Martínez «alle Erwartungen der sogenannten Experten» erfüllen würde. Grundvoraussetzung für solch einen Experten-Job sei eine Spieler-Karriere beim FC Bayern, Borussia Dortmund reiche nicht. «Manchmal habe ich das Gefühl: Viele Fußballer unterschreiben sofort bei ihrem Wechsel zum FC Bayern einen Vorvertrag als Experte», so Rummenigge.
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Bereits zuvor hatte der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern kritische Worte für die TV-Experten Oliver Kahn und Mehmet Scholl gefunden. Im Falle von Kahn erinnerte Rummenigge an Lothar Matthäus. «Der hat sich irgendwann um Kopf und Kragen geredet und sich die Tür beim FC Bayern am Ende selbst zugeschlagen», sagte Rummenigge der «Sport Bild». Scholl, neben seiner Tätigkeit für die ARD Trainer des FC Bayern München II, müsse sich entscheiden, «welchen Weg man gehen will: den als Trainer oder den als Experten. Beides harmoniert nicht», erklärte der Vorstandschef. «Wenn Scholls Verträge mit Fernsehen und Werbung, die hier kritisch gesehen werden, auslaufen, werden sie auch nicht verlängert. Basta.»
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