Berlin (dpa) - 13.09.2012, 14:58 Uhr
Uli Hoeneß, Bundeskanzlerin Angela Merkel und Reinhard Rauball (v.l.) bei der Pressekonferenz in Berlin. Foto: Kay Nietfeld
Mit einer gemeinsamen Aktion aller Clubs wirbt die Fußball-Bundesliga für mehr Toleranz und Integration in Deutschland. Zum zweiten Mal in der Liga-Geschichte werden am Wochenende alle 18 Vereine auf ihre Trikotwerbung verzichten und mit dem Slogan «Geh deinen Weg» auflaufen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel, Schirmherrin der Aktion, sagte am Donnerstag in Berlin: «Ich kann mir keinen stärkeren Partner vorstellen als den Sport, und natürlich ganz besonders den Fußball.» Ligaverbands-Präsident Reinhard Rauball unterstrich: «Angesichts der privilegierten Position der Bundesliga ist es uns ein Anliegen, der Gesellschaft etwas zurückzugeben.»
Uli Hoeneß, Präsident des FC Bayern München und Vorstand der Deutschlandstiftung Integration, lobte vor allem die Zusammenarbeit mit den Vereinen und Trikotsponsoren, die «auf 1/34 ihres Werbewertes verzichten». Rauball ergänzte: «Fußballprofis sind nicht nur Millionäre in kurzen Hosen, sondern wissen auch um ihre Verantwortung.»
Bereits 1992 hatten die Clubs der Bundesliga eine ähnliche Aktion durchgeführt, als Reaktion auf die fremdenfeindlichen Ausschreitungen in Rostock. Damals stand auf den Trikots: «Mein Freund ist Ausländer».