BVB-Sportdirektor Zorc wird 50
Dortmund (dpa) - 25.08.2012, 07:05 Uhr
Als Sportdirektor ist Michael Zorc ein Glücksfall für Borussia Dortmund. Foto: Thomas Eisenhuth
Die Fotos an der Wand in Michael Zorcs Büro sind Zeugnis einer Epoche. Auf manchen sind stolze Champions-League-Sieger, auf anderen jubelnde Profis mit Meisterschale oder DFB-Pokal zu sehen. Die Aufnahmen gewähren einen Blick auf über zwei Jahrzehnte Vereinsgeschichte von Borussia Dortmund. Für Zorc, der am Samstag seinen 50. Geburtstag feiert, sind diese Bilder von besonderer Bedeutung. Schließlich war er an allen Triumphen beteiligt - mal als Profi, mal als Sportdirektor. Keiner kennt das Innenleben der Borussia besser als Zorc, niemand hat das Auf und Ab des Clubs seit Ende der 80-Jahre so hautnah erlebt wie er. Doch in all dieser Zeit hat der gebürtige Dortmunder das Rampenlicht stets gemieden. Nicht zuletzt deshalb würde er seinen Ehrentag am liebsten verschweigen und auch auf die vielen Lobreden gern verzichten. Es scheint, als bereite ihm der 50. Geburtstag Unbehagen. «Michael soll sich nicht grämen. Er fühlt sich wie 35 - und kleidet sich auch so», sagte Hans-Joachim Watzke schmunzelnd.
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Der BVB-Geschäftsführer weiß, was er an Zorc hat. Längst hat der Dortmunder Rekordspieler, der 463 Bundesligaspiele allein für «seinen Verein» bestritt, sich auch jenseits des Rasens bewährt. In seiner 14-jährigen Amtszeit als Sportdirektor gewann die Borussia drei Meistertitel (2002/2011/2012) und einmal den DFB-Pokal (2012). Mit jedem Titel stieg die Wertschätzung. Dass er am Ende der vorigen Saison von einem Sportmagazin zum besten Bundesliga-Manager gekürt wurde, mochte Zorc jedoch nicht kommentieren: «Ich bewerte meine Arbeit in der Öffentlichkeit nicht selbst. Das sollte man im stillen Kämmerlein tun. Und zwar nicht, um sich auf die Schulter zu klopfen, sondern um Fehler zu analysieren», sagte er der Nachrichtenagentur dpa. |