Das versuchte Einschmuggeln eines Bengalos ins Stadion hat für einen Anhänger des Bundesligaaufsteigers Fortuna Düsseldorf Folgen. Der 20 Jahre alte Elektriker wurde dafür vom Amtsgericht Düsseldorf zur Zahlung von 1500 Euro an die Kinderkrebshilfe verurteilt.
Trotz eines gegen ihn verhängten bundesweiten Stadionverbots, hatte der damals 19-Jährige eine Eintrittskarte für ein Zweitliga-Auswärtsspiel im Oktober 2011 in Braunschweig. «In der Unterhose hatte ich einen Bengalo versteckt», gab der Elektriker vor dem Gericht zu.
In Braunschweig filzte ihn ein Ordner nach der Kartenkontrolle und fand den Bengalo. Gegen den 20-Jährigen wurde ein weiteres bundesweites Stadionverbot verhängt. Das gilt bis zum 30. Juni 2015, für die ersten vier Fußball-Ligen.
Die Staatsanwaltschaft hat nach dem chaotischen Relegationsspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC im Mai knapp zehn Bengalo-Strafverfahren gegen Düsseldorfer Fans eingeleitet. Etwa die Hälfte sei bereits bei Gericht anhängig als Anklage oder Strafbefehl, sagte ein Sprecher am Freitag. Einige seien eingestellt und zwei bis drei Verfahren noch nicht abgeschlossen worden. Die Aufnahmen aus dem Berliner Block wurden zur Identifizierung nach Berlin geschickt.