Wirklich ernst nimmt die Veranstaltung aber nicht einmal Gastgeber HSV. «Einen Tod müssen wir sterben: Entweder wir konzentrieren uns auf den Cup oder die Liga», sagte Coach Thorsten Fink. Donnerstag und Freitag ließ der 44-Jährige noch jeweils zweimal trainieren. «Ich kann keine Rücksicht auf den Wettbewerb nehmen. Wichtig ist, was in der Saison läuft - nicht davor», meinte Fink, der seinen Abwehrverbund in beiden Spielen unverändert lassen möchte. Offensiv soll jeder Akteur eine Partie spielen. Am Sonntag treffen erst die Verlierer und anschließend die beiden Gewinner der Semifinals aufeinander. «Nach diesen Spielen wird man sehen, wo es uns noch fehlt», meinte HSV-Kapitän Heiko Westermann. Während sich alle Aufmerksamkeit auf Bayern, den BVB und Gastgeber Hamburg fokussiert, genießt Werder Bremen eine ruhige Vorbereitung. Im Vergleich zu den Vorjahren war die Stimmung in beiden Trainingslagern auffallend gut. Manager Klaus Allofs wertet den «Liga total Cup», für den erst rund 40 000 Tickets vergriffen sind, zumindest als «erste Standortbestimmung». Der am Donnerstag vom Champions-League-Sieger FC Chelsea ausgeliehene belgische Nationalspieler Kevin de Bruyne könnte sein Debüt geben. Neuzugang Eljero Elia ist heiß auf die Rückkehr an seine alte Hamburger Wirkungsstätte: «Wenn sie pfeifen, gibt mir das nur noch mehr Power. Das ist doch klar.»
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