Christoph Schickhardt als Frankfurter Rechtsvertreter stellte klar, dass die Eintracht Verfehlungen ihrer Fans nicht bestreitet. «Der Verein ist selbst Opfer», betonte der Jurist. «95 Prozent der normalen Fans sind durch den angedrohten Teilausschluss betroffen. Das ist ungerecht, unfair, unsportlich und kein geeignetes Mittel. Unrecht ist nicht mit Unrecht zu bekämpfen», ergänzte Schickhardt zu Beginn der Verhandlung. Der Kontrollausschuss-Vorsitzende Anton Nachreiner erkannte im fehlenden Kooperationswillen der Eintracht-Anhänger das Scheitern der Frankfurter Fanbetreuer. «Das ist eine Bankrotterklärung», sagte er. «Frankfurter Fans gehen über Leichen», erklärte Nachreiner, weil die Anhänger in der Heimpartie gegen 1860 das Öffnen der Fluchttore erzwungen hätten. Die Eintracht bewertete den Vorgang völlig anders. Die Tore seinen in Absprache mit der Polizei geöffnet worden. «Es bestand Gefahr für Leib und Leben. Unser Sicherheitsplan ist aufgegangen», sagte der Sicherheitsbeauftragte Oliver Lerch.
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