Werder kauft riskant ein: Elia gilt als Problemprofi
Norderney (dpa) - 10.07.2012, 15:21 Uhr
Trainer Thomas Schaaf (l) und Geschäftsführer Klaus Allofs (r) begrüßten Eljero Elia. Foto: nph/Kokenge
Die Zeit der vorsichtigen Vertragspolitik ist schon wieder vorbei. Mit dem Transfer des Mittelfeldspielers Eljero Elia geht Werder Bremen erneut ins Risiko. Der niederländische Fußball-Nationalspieler erwarb sich in seinen zwei Jahren beim Hamburger SV den Ruf als Problemprofi und saß zuletzt in der Serie A meistens auf der Bank oder sogar auf der Tribüne. Dennoch überweisen die Bremer nun 5,5 Millionen Euro an Juventus Turin. «Eljero hat auf alle seine Forderungen verzichtet, um heute bei uns mitzutrainieren», sagte Clubchef Klaus Allofs zu Werders teuerstem Transfer in dieser Saison. Am Dienstag, nach einigem Hin und Her, durfte der 25 Jahre alte Mittelfeldspieler beim Trainingslager auf Norderney erstmals mit seinen neuen Kollegen üben. Zuvor hatte er bereits einen Vierjahresvertrag unterschrieben.
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Nicht nur Werder, auch Elia will nach nur vier Einsätzen bei Juve einen Neuanfang. «Als Persönlichkeit gehe ich gestärkt aus diesem Jahr heraus», sagte der zuletzt lahmgelegte Flügelflitzer: «Ich habe durch die Situation sehr viel gelernt und nehme für mich einiges mit.» Gelobt da jemand Besserung? Er selber versicherte: «Es stimmt nicht, dass ich schwierig bin.» Bisher hat Werder für die neue Saison nur Profis geholt, die als pflegeleicht gelten. Beim Umbruch kann sich der Club im zweiten Jahr ohne internationalen Wettbewerb keine Flops leisten, denn das Geld ist knapp geworden. 5,5 Millione Euro muss Werder nach Juve-Angaben innerhalb von zwei Jahren für Elia zahlen sowie - abhängig vom sportlichen Erfolg - bis zu zwei weitere Millionen. «Vor einem Jahr, als Juventus einen zweistelligen Millionen-Bertrag gezahlt hat, war das eine Nummer zu groß», erklärte Allofs: «In Sachen Gehalt waren wir uns schnell einig, mit Juventus sah es zuerst nicht gut aus. Am Ende war es ein vernünftiger Preis.» |