DFB: Geisterspiel und hohe Geldstrafe für Fortuna
Frankfurt (dpa) - 28.06.2012, 17:53 Uhr
Besagtes Relegationsrückspiel zwischen der Fortuna und Hertha wird in die Geschichte eingehen. Foto: Anke Hesse
Die Strafen nach den Ausschreitungen beim Düsseldorfer Relegations-Rückspiel vom 15. Mai sind drastisch: Die Fortuna kehrt höchstwahrscheinlich mit einem Geister-Heimspiel auf die Bundesligabühne zurück. Ausgerechnet im Derby gegen Borussia Mönchengladbach lässt das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wegen der Ausschreitungen im Relegations-Rückspiel beim 2:2 gegen Hertha BSC am 15. Mai keine Zuschauer zu. Die Fortuna soll zudem eine Geldstrafe von 100 000 Euro zahlen. «Fortuna Düsseldorf legt gegen dieses Urteil Einspruch ein», teilte Clubsprecher Tom Koster umgehend mit. Die Hertha wurde mit einem Zuschauer-Teilausschluss und 50 000 Euro bestraft und hat 24 Stunden Zeit für einen Einspruch. Im Einzelrichterverfahren nach Anklageerhebung durch den DFB-Kontrollausschuss bekam die Fortuna für insgesamt gleich fünf Fälle unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger die heftige Quittung für die Vorfälle vom 15. Mai in der Esprit-Arena. Hunderte von Düsseldorfer Zuschauern waren vor dem Abpfiff auf das Spielfeld gerannt, Schiedsrichter Wolfgang Stark hatte die Partie für gut 20 Minuten unterbrechen müssen.
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Zwei dieser fünf Fälle ahndete das DFB-Sportgericht in Tateinheit mit nicht ausreichendem Ordnungsdienst - nun soll die Fortuna die Partie gegen Mönchengladbach (31. August bis 2. September) ganz ohne Fans bestreiten. Hertha BSC darf für das erste Zweitliga-Heimspiel gegen den SC Paderborn (3. bis 6. August) nur 15 000 Karten an eigene Anhänger und maximal 5000 Tickets an Gäste-Fans verkaufen. Die Karten müssen laut DFB personalisiert und ausschließlich im Vorverkauf abgegeben werden. Stehplätze bleiben unbesetzt, nur Sitzplatztickets dürfen verkauft werden. |