Breno-Prozess: Profi übergab Feuerzeuge an Sanitäter
München (dpa) - 25.06.2012, 12:08 Uhr
Breno muss sich wegen schwerer Brandstiftung vor Gericht verantworten. Foto: Nicolas Armer
Fußball-Profi Breno hat gleich in der Nacht, in der sein Haus abbrannte, die Aufmerksamkeit der Polizei auf sich gezogen. «Es war für mich nicht auszuschließen, dass Herr Borges in irgendeiner Form an diesem Brand beteiligt ist», sagte ein Polizeibeamter vor dem Landgericht München. Breno habe den Rettungskräften etwa drei Feuerzeuge übergeben - mit der Aufforderung, diese wegzuwerfen. Eines der Feuerzeuge sei stark verrußt gewesen - ebenso Brenos Finger. Der Eindruck des Polizeibeamten: «Da stimmt was ganz gewaltig nicht.» Der 22-jährige Breno Vinicius Borges steht wegen Verdachts der schweren Brandstiftung vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, aus privatem und beruflichem Frust im September 2011 seine angemietete Villa im Münchner Nobel-Vorort Grünwald in Brand gesteckt haben. Bei dem Feuer entstand ein Millionenschaden.
Breno hatte nach Angaben von Polizei und Rettungskräften in der Brandnacht sichtbare Wunden und war «am ganzen Körper verrußt». Mit einem Tuch habe er sich die Hände abgewischt, sagte ein Polizeibeamter am fünften Verhandlungstag vor der 12. Strafkammer des Landgerichts München I weiter. «Das Tuch war pechschwarz.» Auf die Frage, wo das Feuer ausgebrochen sei, habe der Profi geantwortet: «Im Bad». Er habe angegeben, seine Frau habe das Feuer gelegt. «Ich dachte nur in dem Augenblick: Der ist nicht ganz dicht.» Zwischen Breno und seiner Frau habe es keinen Kontakt gegeben. Nach seinen Kindern habe er immer wieder gefragt. «Er signalisierte mir, dass die Frau egal ist.» |