Keine neue Einkaufstour für Magath
Wolfsburg (dpa) - 05.06.2012, 13:44 Uhr
Wolfgang Hotze ist der neue Sprecher der VfL-Geschäftsführung. Foto: Susann Sommer
Felix Magath muss beim VfL Wolfsburg den Gürtel enger schnallen. Eine große Einkaufstour wie in der gerade abgelaufenen Spielzeit ist für den Trainer und Sport-Geschäftsführer des Fußball-Bundesligaclubs nicht noch einmal möglich. «Davon werden wir weit weg sein», sagte Wolfgang Hotze in einem Interview der Nachrichtenagentur dpa. Der neue Sprecher der VfL-Geschäftsführung erklärte zur Frage nach teuren Transfers: «Das wird sich sicherlich nicht in dem Rahmen des letzten Jahres bewegen, weil wir uns nur noch punktuell verstärken werden.» Schätzungsweise rund 50 Millionen Euro hat Magath vorige Saison für 20 neue Spieler investiert. Sie kamen in Sommer- und Winterpause nach Wolfsburg. Dennoch verpasste der deutsche Meister von 2009 die Qualifikation für einen Europapokal-Wettbewerb. Mit Platz acht wollen sich die Bosse im Mutterkonzern VW auf Dauer aber nicht zufriedengeben. Die Autobauer erwarten Erfolge von Magath, dessen Vertrag vorzeitig bis 2015 verlängert wurde. Stellen sie sich nicht schnell ein, könnte der Geldhahn weiter zugedreht werden.
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«Wenn es uns in den nächsten drei Jahren nicht gelingt, international zu spielen, dann wird man sicher auch bei VW darüber nachdenken, ob es gerechtfertigt ist, den Etat auf diesem Niveau zu halten», sagte Hotze. «Schließlich haben wir einen Etat, der uns dazu befähigen müsste, unter die ersten fünf zu kommen», fügte der 59-Jährige hinzu. Hotze leitete mehr als 20 Jahre das Steuer- und Zollwesen bei VW und amtiert seit 1. April bei der VfL Wolfsburg Fußball GmbH als Sprecher der Geschäftsführung, zu der neben Magath auch noch Thomas Röttgermann gehört. Hotze widersprach der Auffassung, damit sei er zum Aufpasser für Magath ernannt worden. «So würde ich diese Rolle nicht definieren. Ich habe keinerlei Ambitionen, mich in die sportliche Geschichte einzubringen. Dazu fehlt mir einfach die Erfahrung», erklärte der langjährige VW-Manager. «Das Wort Aufpasser ist deshalb sicher nicht richtig.» Bei der Frage der Neustrukturierung stellte er aber auch klar: «Es war sicher auch der Wille von Volkswagen, keine Frage.» |