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HSV darf mit Kühne-Millionen planen

Hamburg (dpa) - 20.05.2012, 18:10 Uhr

Frank Arnesen räumte ein, dass der HSV aufgrund seiner finanziellen Situation Spieler verkaufen muss. Foto: Marcus Brandt
Frank Arnesen räumte ein, dass der HSV aufgrund seiner finanziellen Situation Spieler verkaufen muss. Foto: Marcus Brandt

Der Vorstand des Fußball-Bundesligisten Hamburger SV darf auch in Zukunft mit Geldern von Investoren wie dem Unternehmer Klaus-Michael Kühne planen.

«Das war ein großes Missverständnis, Herr Kühne ist kein echter Investor, er ist mehr ein Sponsor», sagte HSV-Sportdirektor Frank Arnesen. Zuvor war beim zweiten Teil der Jahreshauptversammlung der Antrag auf Mitbestimmung der Mitgliedschaft bei solchen Deals zurückgezogen worden. «Wir haben viel erklärt und einigen Leuten die Angst davor genommen», ergänzte Arnesen.

Zu aufgeregten Diskussionen kam es unter den 586 Mitgliedern um die mögliche Verkleinerung des zwölfköpfigen Aufsichtsrates. Der langjährige Vorsitzende Horst Becker plädierte für die Reduzierung auf sieben Räte. Der aktuelle Ratsvorsitzende Ernst-Otto Rieckhoff sorgte mit seinem Angebot, dass das komplette Gremium zur nächsten Versammlung im Januar zurücktritt, für große Aufregung. Er wurde sogar von Ratskollegen heftig kritisiert. Der Antrag zur Reduzierung erhielt allerdings ebensowenig die nötige Mehrheit wie eine Briefwahl des Aufsichtsrates in dem 71 000 Mitglieder großen Club.

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Ob Kühne in diesem Sommer noch einmal Geld in den Verein schießen wird, ist noch unklar. «Es ist sehr schön, wenn wir Geld von außen bekommen können, aber erstmal müssen wir in unserer finanziellen Situation Spieler verkaufen», betonte Arnesen. Der Hamburger Unternehmer Kühne hat dem HSV bereits insgesamt 12,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Im Gegenzug erhielt er jeweils ein Drittel der Transferrechte an sechs HSV-Profis, darunter die Nationalspieler Heiko Westermann, Dennis Aogo und Paolo Guerrero.

Arnesen bestätigte, dass der HSV noch 1,5 Millionen Euro für Rafael van der Vaart an Ajax Amsterdam zahlen muss. Die bereits im Jahr 2009 fällige letzte Rate des 5,1 Millionen-Euro-Transfers war auf 2012 verschoben worden, weil der HSV den Niederländern die Freigabe zur Verpflichtung des damals noch bei den Norddeutschen unter Vertrag stehenden Trainers Martin Jol erteilt hatte. Umgekehrt erhält der HSV dank der Meisterschaften von Real Madrid in Spanien (dorthin ging van der Vaart) und von Juventus Turin in Italien (dort spielt Ex-HSV-Profi Eljero Elia) zusammen 1,5 Millionen Euro Prämie.


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