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Köln-Präsident: Fanverhalten «nicht akzeptabel»

Köln (dpa) - 06.05.2012, 09:30 Uhr

FC-Präsident Werner Spinner (l) und Geschäftsführer Claus Horstmann sind nach den Fanausschreitungen fassungslos. Foto: Rolf Vennenbernd
FC-Präsident Werner Spinner (l) und Geschäftsführer Claus Horstmann sind nach den Fanausschreitungen fassungslos. Foto: Rolf Vennenbernd

Werner Spinner, seit 23. April Präsident des abgestiegenen Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln, hat die Übergriffe von Hooligans bei der Partie gegen Bayern München (1:4) verurteilt.

«Das, was nach dem Spiel passiert ist, ist nicht akzeptabel. Wir als Vorstand sind zutiefst getroffen, und ich muss ehrlich sagen, wir müssen die Bitterkeit dieses schwarzen Samstags auch persönlich erst einmal verkraften», sagte Spinner. Der Verein werde daran arbeiten, «die Gewalt aus dem Stadion möglichst herauszuhalten».

Fans zündeten Rauchbomben, Pyrotechnik wurde abgebrannt. Schiedsrichter Florian Mayer beendete die Partie einige Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit, damit die Profis sicher in die Kabinen kommen konnten. «Es ist eine Schande, was hier abgegangen ist. So etwas gehört nicht ins Fußballstadion», sagte Bayern-Torjäger Mario Gomez. Im Haus von FC-Kapitän Pedro Geromel, der nicht anwesend war, randalierten Stunden nach dem 1:4 laut Polizei vier bis sechs Betrunkene. Beim Eintreffen der Polizei waren die Krawallmacher schon wieder weg.

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Es war nicht der erste Vorfall, an dem gewaltbereite Kölner Anhänger beteiligt waren. Zuletzt war Leverkusens Profi Michal Kadlec Opfer eines Überfalls zweier Männer geworden, die in der Datei «Gewalttäter Sport» gelistet und darin mit einer Zugehörigkeit zum 1. FC Köln benannt sind.

In jüngster Vergangenheit gab es zudem Attacken von gewaltbereiten FC-Anhängern auf einen Fanbus von Borussia Mönchengladbach. Als Konsequenz aus diesen Vorkommnissen hatte der 1. FC Köln der Gruppierung «Wilde Horde» den Status eines offiziellen Fanclubs aberkannt. Einer der schlimmen Negativauswüchse war auch der Becherwurf mit Fäkalien beim Spiel der Kölner in der Hinrunde in Gelsenkirchen.


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