Hannover 96 erneut in Europa: 2:1 gegen Lautern
Hannover (dpa) - 05.05.2012, 17:32 Uhr
Hannovers Lars Stindl (l) und Didier Ya Konan drehen jubeln nach dem Tor zum Ausgleich ab. Foto: Jochen Lübke
Hannover 96 kann die nächste Reise durch Europas Fußball-Stadien starten. Die Mannschaft von Trainer Mirko Slomka qualifizierte sich durch ein hart erkämpftes 2:1 (1:1) gegen Absteiger 1. FC Kaiserslautern zum zweiten Mal hintereinander für die Europa League. Der zehnte Heimsieg, den Torjäger Didier Ya Konan (71. Minute) nach einem 0:1-Rückstand perfekt machte, festigte am letzten Bundesliga-Spieltag den wichtigen siebten Platz. Er sicherte den Niedersachsen zum dritten Mal nach 1992/93 und 2011/12 die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb. Die Begeisterung über den erneuten Europa-Coup kannte kaum Grenzen. «Europapokal, Europapokal», sangen die 49 000 Fans. Ihre Nerven wurden in einer temporeichen Partie allerdings arg strapaziert. Die Lauterer versteckten sich nicht und gingen durch einen herrlichen 25-Meter-Schuss von Pierre de Wit (7.) früh in Führung. Die 96-Profis schüttelten sich nur kurz und starteten einen Sturmlauf auf das Tor von Gäste-Keeper Tobias Sippel. Das Offensiv-Trio Didier Ya Konan, Mohammed Abdellaoue und Jan Schlaudraff hatte Chancen im Minutentakt, doch erst ein Eigentor von Alexander Bugera (38.) belohnte die Angriffsbemühungen.
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Der Pfälzer Verteidiger bugsierte einen von Sippel abgewehrten Ball unglücklich mit der Brust über die Linie. Hannovers Nationalkeeper Ron-Robert Zieler rettete mit einer Glanzparade gegen Fortounis (45.) das Remis in die Pause. In der zweiten Halbzeit dominierten die Niedersachsen nicht mehr ganz so eindeutig, das umjubelte Kopfball-Tor von Ya Konan war aber dennoch eine logische Konsequenz der großen Überlegenheit. «Nicht nur wir Spieler, auch die Fans haben das verdient», bedankte sich Schlaudraff für die lautstarke Unterstützung während einer langen Saison. Die 96-Mannschaft, die in der Europa League erst im Viertelfinale gestoppt wurde, absolvierte gegen Kaiserslautern ihr 50. Pflichtspiel in neun Monaten. Mit großer Moral mobilisierten die Spieler ihre letzten Kräfte und schafften dank einer Energieleistung die Rückkehr auf die internationale Bühne. |