«Luhukay, Luhukay»: Augsburgs Trainer siegt nochmal
Augsburg (dpa) - 05.05.2012, 19:10 Uhr
Die Spieler des FC Augsburg jubeln über das 1:0 gegen den Hamburger SV. Foto: Stefan Puchner
Nach einer Ehrenrunde im Anschluss an den 1:0 (1:0)-Sieg gegen den Hamburger SV, bei der die FCA-Profis Trainer Jos Luhukay vor der jubelnden Fankurve in die Luft warfen, erklärte der 48 Jahre alte Holländer seinen Abschied vom Bundesliga-Neuling. Das Augsburger Fußball-Wunder muss nund ohne den Erfolgstrainer fortgesetzt werden. Luhukay hatte den FC Augsburg zum sensationellen Verbleib in der höchsten deutschen Fußball-Spielklasse geführt. «Es tut verdammt weh», erklärte Luhukay, der ein Jahr vor Auslaufen seines Vertrages den Verein «durch die vordere Tür» verlässt. Der Trainer ist menschlich enttäuscht vom Verein. Die Spieler sind «geschockt». Luhukay betonte, dass ihm die Entscheidung «nicht so sehr als Trainer, sondern als Mensch» schwergefallen sei. Die Hintergründe enthüllte er in seinem Statement nicht. Doch er verriet, dass er schon Ende März in Gesprächen mit dem Vereinsvorstand «Zweifel über meine Zukunft» angemeldet habe. Anscheinend spürte er schon da nicht mehr das volle Vertrauen des Vereins, die bis zuletzt ausstehende Vertragsverlängerung mit seinem Trainerteam verstärkte die Zweifel. Präsident Walther Seinsch betonte dennoch beim gemeinsamen Auftritt vor den Medien, dass er den Entschluss des Trainers «außerordentlich» bedaure: «Wir müssen das akzeptieren. Es tut uns sehr leid.»
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Der nach sechs Jahren Amtszeit ebenfalls ausscheidende Manager Andreas Rettig hob hervor, dass Luhukay seinen Vertrag «ohne einen Euro Abfindung» zurückgegeben habe. «Es war eine phantastische Zusammenarbeit», schwärmte Rettig. Luhukay dementierte Gerüchte, «dass ich Gespräche mit anderen Vereinen hatte». Trotzdem dürfte er bestimmt rasch einen neuen Arbeitgeber im Profifußball finden. Markus Weinzierl, der Trainer des Drittligisten Jahn Regensburg, gilt als potenzieller Nachfolger von Luhukay. Man müsse leider damit rechnen, «dass er uns wirklich in Richtung Augsburg verlassen wird», sagte Franz Gerber, Sportlicher Leiter der Regensburger, am Samstag im Bayerischen Fernsehen. Seinen aktuellen Arbeitgeber kann Weinzierl in der Relegation noch in die 2. Liga führen. |